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Ärzteschaft

Entgeltschiedsstelle soll über Honorierung bayrischer Notärzte entscheiden

Donnerstag, 6. Dezember 2012

München – Die Lage in der notärztlichen Versorgung in Bayern spitzt sich zu. Nachdem wochenlange Verhandlungen zwischen den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) letztlich ergebnislos verliefen, hat der KVB-Vorstand jetzt die zuständige Entgeltschiedsstelle angerufen. Streitpunkt sind Notarzteinsätze, die die KVB vergütet hat, für die die Krankenkassen aber nicht zahlen wollen. Zudem ist strittig, wie eine angemessene Pauschale für die Bereitschaftszeiten im Notarztdienst aussehen soll.

Aus Sicht des KVB-Vorstands ist die Haltung der Krankenkassen völlig unverständlich, da die Notärzte über die Integrierten Leitstellen alarmiert würden und insofern ihre Einsatzzahlen nicht selbst beeinflussen könnten. Das hohe Engagement, das die Ärzte bei ihren freiwillig geleisteten Notarztdiensten zeigten, werde von den Kassen nicht angemessen honoriert. Nun liegt es an der Entgeltschiedsstelle, eine Lösung zu finden, damit eine notärztliche Versorgung in Bayern auch weiterhin gewährleistet werden kann.

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In Bayern gibt es rund 220 Notarztdienststandorte, an rund einem Drittel davon sind laut KVB inzwischen immer häufiger Besetzungsprobleme zu verzeichnen. Gerade in den ländlichen Regionen mache sich der Ärztemangel in den Krankenhäusern und in den Praxen inzwischen deutlich bemerkbar. Dies führe auch dazu, dass nicht mehr genügend qualifizierte Ärzte für die Notdienste zur Verfügung stünden. © hil/aerzteblatt.de

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