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Hüft- und Knie-Operationen: Endoprothesen­register in Hamburg gestartet

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Hamburg – Erste Erfahrungen zweier Hamburger Kliniken, die am bundesweiten Probebetrieb des Endoprothesenregisters (EPRD) teilnehmen, sind positiv. Neben der Helios Endo-Klinik Hamburg ist das Zentrum für Endoprothetik der Schön Klinik Hamburg Eilbek mit dabei. Seit dem Start im Oktober beteiligen sich insgesamt bereits mehr als 30 Kliniken an dem Register, über 200 Kliniken haben ihre Bereitschaft dazu bekundet. „Das EPRD ergänzt das Qualitäts­management der Kliniken, wenn es um den Einbau von künstlichen Hüft- und Kniegelenken geht. Zugleich ist der zusätzliche Aufwand für das Klinikpersonal gering“, betonte EPRD-Geschäftsführer Joachim Hassenpflug heute in der Hansestadt.

Die Hamburger Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, Cornelia Prüfer-Storcks, unterstützt das freiwillige Register. „Wir wollen mehr Sicherheit in der Medizin und eine Stärkung der Patientenrechte“, erklärte Prüfer-Storcks. „Deshalb hatte sich Hamburg bereits für die Einrichtung eines staatlichen Registers für implantierbare Medizinprodukte eingesetzt.“  Mit dem EPRD sei nun ein nichtstaatliches Register entstanden, das die gleiche Zielrichtung habe. Damit werde eine verlässliche Basis geschaffen, um Aussagen zur Qualität der verwendeten Medizinprodukte und der medizinischen Behandlung treffen zu können.

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In Deutschland werden jährlich rund 390.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingebaut. Mit dem EPRD sollen wichtige Daten darüber erfasst werden – angefangen vom Zeitpunkt des Protheseneinbaus über die Art der Prothese und ihre Bestandteile bis hin zu einer eventuell notwendigen Revision. „Es ist dann einfacher zu erkennen, ob die verwendeten Implantate, das operative Vorgehen oder patientenspezifische Merkmale für eine erneute Operation verantwortlich sind. Insgesamt erhöht sich die Patientensicherheit“, erläuterte Hassenpflug.

Voraussichtlich ab dem Sommer 2013 werde das Register flächendeckend arbeiten, sagte der Geschäftsführer des BQS Instituts für Qualität und Patientensicherheit, Christof Veit. Das BQS-Institut mit Sitz in Hamburg und Düsseldorf fungiert im Auftrag des EPRD als wissenschaftliche Registerstelle. Ein wichtiges Kriterium ist dabei die Sicherung des Datenschutzes. Veit: „Die Übermittlung von Daten, die sich auf einen Patienten beziehen, geschieht ausschließlich über eine Vertrauensstelle, so dass die Anonymität der behandelten Personen gewahrt bleibt.“

Das Bundesgesundheitsministerium fördert den Probebetrieb des Registers in diesem Jahr mit und 330.000 Euro. Das EPRD ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, des Verbandes der Ersatzkassen, des AOK-Bundesverbandes, des Bundesverbandes Medizintechnologie und des BQS-Instituts. Das Register ist offen für weitere Beteiligte, etwa andere Krankenkassen. © KBr/aerzteblatt.de

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