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Ärzteschaft

Vorstand der Arzneimittel­kommission im Amt bestätigt

Freitag, 7. Dezember 2012

Wilhelm Niebling, Bernd Mühlbauer, Ursula Gundert-Remy, Wolf-Dieter Ludwig und Daniel Grandt (v.l.) Lopata

Berlin – Der Vorstand der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) ist heute mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. Den Vorsitz behält der Berliner Onkologe Wolf-Dieter Ludwig, stellvertretende Vorsitzende bleibt Ursula Gundert-Remy, die bis 2008 den Fachbereich Chemikalienbewertung im Bundesinstitut für Risikobewertung leitete. Den Vorstand komplettieren auch künftig der Saarbrücker Gastroenterologe Daniel Grandt, der Bremer Pharmakologe Bernd Mühlbauer und der Freiburger Allgemeinmediziner Wilhelm Niebling.

Als Schwerpunkte für die Vorstandsarbeit in den kommenden Jahren nannte Ludwig vor allem die Stellungnahmen zur frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel infolge des Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetzes (AMNOG), stratifizierende medikamentöse Therapiestrategien und den Umgang mit Interessenkonflikten. „Um Stellungnahmen zu neuen Arzneimitteln im Rahmen des AMNOG abzugeben, haben wir derzeit drei Wochen Zeit. Für die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder der AkdÄ ist das eine enorme Herausforderung“, sagte Ludwig.

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Dennoch sei es sehr wichtig, neue Arzneimittel aus Sicht der Ärzteschaft zu bewerten. Und die Arbeit sei nicht umsonst. „Es ist durchaus schon geschehen, dass unsere Ansicht im Beschluss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses berücksichtigt wurde“, betonte Ludwig. 

„Wir wollen in unserer kommenden Amtszeit auch weiterhin dem Hype um die persona­lisierte Medizin mit vernünftigen Gründen entgegentreten und anhand wissenschaftlich seriöser Argumente die Spreu vom Weizen trennen“, fuhr der AkdÄ-Vorsitzende fort. Und im Umgang mit Interessenkonflikten sei die Kommission im vergangenen Jahr durch die Erstellung der „Regeln zum Umgang mit Interessenkonflikten bei Mitgliedern der AkdÄ“ ein großes Stück vorangekommen.

Diese Regeln beinhalten, neben der Verpflichtung für Kommissionsmitglieder, alle Beziehungen zu pharmazeutischen Unternehmen und Medizinprodukteherstellern offenzulegen, auch eindeutige Vorgaben für den Umgang mit Interessenkonflikten bei den verschiedenen Aktivitäten der AkdÄ .

Die stellvertretende AkdÄ-Vorsitzende, Ursula Gundert-Remy, dankte den Mitgliedern der Kommission für das gute Wahlergebnis. „Es gibt uns für unsere weitere Tätigkeit einen großen Rückhalt.“ Zudem freue sie sich, dass Ludwig erneut den Vorsitz übernommen habe. Denn „dank Professor Ludwig haben wir in der Öffentlichkeit ein scharfes Profil bekommen.“ © fos/aerzteblatt.de

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