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Internisten kritisieren geplante EBM-Reform

Montag, 10. Dezember 2012

Berlin ­– Der Berufsverband der Deutschen Internisten (BDI) hat am Donnerstag die von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Rahmen der EBM-Reform vorgese­hene „Währungsreform“ kritisiert. Demnach soll die Zahl der abrechenbaren Punkte für eine Leistung so berechnet werden, dass der Punktwert der betriebswirtschaflich kalkulierten Höhe von 5,11 Cent entspricht. Damit wäre eine Leistung zwar weniger Punkte wert, diese aber besser vergütet. Insgesamt soll die „Währungsreform“ kosten­neutral sein, dass heißt das Honorar für eine bestimmte Leistung bleibt gleich.

Wolfgang Wesiack, Präsident des BDI, wirft dem KBV-Vorstandsvorsitzenden Andreas Köhler vor, „mit diesem Taschenspielertrick“ den Kassen in die Hände zu spielen. Der EBM sei ursprünglich von der KBV so kalkuliert, dass durch den niedrigen Punktwert von 3,5 Cent im Vergleich zum betriebswirtschaflich kalkulierten von 5,11 Cent die Unterfinanzierung schon deutlich werde. „Mit der Währungsreform verabschiedet sich Köhler von der betriebswirtschaftlichen Kalkulation des EBM“, betonte Wesiack. „Profitieren werden davon die Kassen bei der nächsten Honorarverhandlung.“

Für Köhler wird die Position der Ärzte durch die Währungsreform gestärkt. „Das Argument der Kassen war bislang, dass trotz des aus Ärztesicht zu niedrigen Orientierungswertes ein dem kalkulatorischem Arztgehalt entsprechender Ertrag erzielt werden könne“, erklärte er am Freitag auf der Vertreterversammlung der KBV.

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„Dies sei ein Indiz dafür, dass die Punktwerte zu hoch seien.“ Durch die Währungsreform ließe sich dieses Argument der Kassen entkräften. Da sich das tatsächliche Honorar für eine Leistung nicht ändern würde, könne jedoch nach wie vor die Kostenunterdeckung festgestellt werden. Die Währungsreform ist für den 1. Juli 2013 geplant. © mei/aerzteblatt.de

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