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Schmerztherapie auch in Viszeralmedizin immer wichtiger

Dienstag, 11. Dezember 2012

Berlin – Auf die zunehmende Bedeutung der Schmerztherapie hat die Deutsche Gesell­schaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hingewiesen. „Die soge­nannte Schmerzbeobachtung, wie sie im Bereich der Viszeralmedizin lange Zeit üblich war, ist heute nicht mehr zeitgemäß“, sagte Peter Layer aus dem Vorstand der Fachgesellschaft, Direktor der Medizinischen Klinik am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg.

„Natürlich sind Schmerzen immer auch ein differenzialdiagnostisches Indiz, wenn es darum geht, die Ursachen einer Krankheit zu finden“, sagte Viola Andresen vom Israelitischen Krankenhaus. Dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass Ärzte bei den betroffenen Patienten keine systematische Schmerzlinderung vornähmen. „Da sich die modernen diagnostischen Möglichkeiten wie Bildgebungsverfahren oder spezielle Laborparameter wegweisend verbessert haben, ist man heutzutage auf diese klinische Schmerzbeobachtung nicht mehr angewiesen“, so Andresen.

Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) Anfang November 2012 bekannt gab, haben Verordnungen von Schmerzmedikamenten, insbesondere von starken Mitteln, in den letzten Jahren deutlich zugenommen: Während die Apotheken im Jahr 2005 rund 4,2 Millionen Packungen solcher starken Analgetika an Versicherte der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung abgaben, waren es 2011 mehr als 6,3 Millionen Packungen.

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Die Daten beruhen auf der Auswertung von Rezeptdaten. Die verordnenden Ärzte waren zu 56 Prozent Allgemeinmediziner und zu 22 Prozent Internisten. Die gestiegene Zahl an Verordnungen spiegelt laut der DGVS möglichweise wider, dass das Bewusstsein über die Rolle der Behandlung von Schmerzen gewachsen sei.

„Das Ziel muss sein, Schmerzen im Leib frühzeitig und wirksam zu behandeln“, betonte Layer. Hierfür sei es aber unabdingbar, dass Patienten Ärzte und Pflegepersonal auf ihre Schmerzen hinwiesen. „Erhebungen zeigen, dass Patienten hier oft eine unnötige Zurückhaltung an den Tag legen“, so der DGVS-Experte. © hil/aerzteblatt.de

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