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Politik

Zahl der Krankenhausfälle: Mehr Versorgungsforschung ist nötig

Dienstag, 11. Dezember 2012

Düsseldorf – Vor einem „medialen Wettrüsten“ zwischen Krankenkassen und Kliniken – konkret zwischen der AOK dem Deutschen Krankenhaus Institut – hat der Verband der Leitenden Krankenhausärzte (VLK) gewarnt. Bei der Auseinandersetzung um die steigende Zahl von Operationen im Krankenhaus sei es wichtig, die Positionen zu versachlichen.

Der AOK Bundesverband hatte bei der Vorstellung des AOK Krankenhaus-Reportes davon gesprochen, dass die Kliniken die Zahl der Operationen aus wirtschaftlichen Gründen steigerten. Dem widersprach die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und das DKI mit einem Gutachten, dass die Steigerungsraten vor allem auf eine gesteigerte Morbidität und den medizinischen Fortschritt zurückführt. „Die Wahrheit dürfte irgendwo in der Mitte liegen“, vermutet der VLK-Präsident Hans Fred Weiser.

Der VLK selbst habe mehrfach und seit Jahren darauf hingewiesen, dass das System der Fallpauschalen Fehlanreize setze, die die medizinische Entscheidungs­freiheit der Ärzte zu untergraben drohe, so der VLK-Präsident. Der VLK widersetze sich nicht prinzipiell wettbewerblichen Ansätzen in der Patientenversorgung und in der Leitung medizinischer Einrichtungen, „wir fordern aber die Politik dringend auf, die jetzt im Raum stehenden Vorwürfe durch neutrale Ansätze der Versorgungsforschung zu klären“, so Weiser.

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In einem weiteren Schritt müsse der Wettbewerbsrahmen so ausgestaltet werden, dass es den Ärzten wieder möglich sei, ihr Handeln ausschließlich an medizinischen Notwendigkeiten auszurichten, forderte der VLK-Präsident. © hil/aerzteblatt.de

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