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Ärzteschaft

Tarifrunde 2012 für Caritas-Kliniken in drei Bundesländern gescheitert

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Frankfurt/Köln – Die Haltung der Arbeitgeber in der sogenannten Regionalkommission Mitte (RK Mitte) des Deutschen Caritasverbandes hat der Marburger Bund (MB) Nord­rhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz (NRW/RLP) kritisiert. Sie blockierten auch kurz vor Weihnachten eine adäquate Vergütung ihrer Mitarbeiter. „Das ist völlig unverständlich. Damit steuert die Dienstgeberseite einen leichtfertigen Sparkurs“, kritisierte Ingo Flenker, Zweiter Vorsitzender des MB NRW/RLP. Diese Taktik bedrohe die wirtschaftliche Existenz der rund 90 katholischen Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz, in Hessen und im Saarland, warnte er.

Die Ärzte in den betroffenen Krankenhäusern in den drei Bundesländern verdienen schon seit Anfang 2012 weniger als Ärzte an vergleichbaren katholischen Kliniken oder an den bundesweit rund 800 kommunalen Krankenhäusern. „Es darf niemanden wundern, wenn jetzt die Ärzte aus diesen Krankenhäusern abwandern und dorthin gehen, wo bessere Gehälter bezahlt werden“, sagte Flenker. Die Verantwortung für eine solche Arztflucht trage die Dienstgeberseite.

Vollends unverständlich sei, dass die RK Mitte schon vor Monaten gefasste Beschlüsse der Caritas-Bundeskommission ignoriere. Diese hatte Mitte des Jahres entschieden, dass die Ärzte an katholischen Krankenhäusern rückwirkend vom Jahresanfang an eine Erhöhung ihrer Gehälter bekommen sollen, zeitgleich mit den Erhöhungen durch den Tarifvertrag für Ärzte an kommunalen Kliniken.

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Statt diesem Beschluss zu folgen, äußerten die Dienstgeber in der RK Mitte laut Flenker „abstruse Vorstellungen“: Dazu gehöre, die Einkommen erst mit einjähriger Verzögerung ab Januar 2013 stufenweise zu steigern und für 2012 eine geringfügige Einmalzahlung anzubieten, die die Bezeichnung „Kompensation“ nicht annähernd verdiene. Außerdem wollen die Dienstgeber laut dem MB die Vergütungen für die unteren Lohngruppen sogar absenken. „Für die Mitarbeiterseite waren diese Vorschläge unannehmbar. Die Vergütungsrunde der RK Mitte ist damit gescheitert“, so das Fazit des MB NRW/RLP.

Die Verhandlungen sollen am 6. Februar 2013 mit Beginn der neuen Amtszeit der RK Mitte fortgesetzt werden. © hil/aerzteblatt.de

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