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Ärzteschaft

Ärzte gegen erneute Ausschreibung von Grippe-Impfstoffen

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Bad Segeberg – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Schleswig-Holstein hat Ankün­digungen kritisiert, nach der die Krankenkassen des Landes für die Grippeimpfsaison 2013/2014 die Impfstoffe erneut ausschreiben wollen. „Es ist aus Sicht der KV nicht nachvollziehbar, weshalb die Krankenkassen auf das Instrument der Ausschreibung setzen und nicht anderen im Gesetz vorgesehenen Maßnahmen der Kostendämpfung mehr Zeit zur Entfaltung ihrer Wirkung geben“, hieß es aus der KV, die für die diesjährige Grippesaison von einem „Desaster“ spricht.

Hintergrund der KV-Kritik sind Engpässe bei der Versorgung mit Impfstoffen, nachdem die Kassen in diesem Jahr erstmals Grippeimpfstoffe für Hamburg, Schleswig-Holstein und Bayern ausgeschrieben hatten und der Hersteller anschließend nicht ausreichend liefern konnte.

Die KV kritisiert weiterhin, dass die Kassen ihr Vorgehen nicht mit der Ärzteschaft abgestimmt haben. In einer Landtagsanhörung am 8. November hatten die Kassen noch versichert, die Ärzteschaft und ihre Vertreter künftig besser einbeziehen zu wollen. „Festzustellen ist, dass die Krankenkassen am 7. Dezember 2012 angekündigt haben, den Grippeimpfstoff erneut nach Paragraph 132e Absatz 2 des fünften Sozialgesetz­buches auszuschreiben. Ein Austausch mit der KVSH zu diesem Thema hat nicht stattgefunden“, hieß es aus der KV.

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Sie fordert die Krankenkassen auf, auf eine Ausschreibung von Grippeimpfstoffen für die Impfsaison 2013/2014 zu verzichten. Vom Gesetzgeber fordert die KV, saisonale Impfstoffe von der Ausschreibungsmöglichkeit ausdrücklich auszuschließen. © hil/aerzteblatt.de

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