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Ärzteschaft

Neue Richtgrößen für Arznei- und Heilmittel in Nordrhein

Freitag, 14. Dezember 2012

Düsseldorf – Ab Januar gelten in Nordrhein neue Richtgrößen für Arznei- und Heilmittel, auf die sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landesteils jetzt mit den Kassen geeinigt hat.

Knapp neun Prozent mehr als im Vorjahr steht danach 2013 für Heilmittel zur Verfügung. Die Praxen haben also mehr Spielraum für die Verordnung von Physio-, Ergo- und Logopädie. Hinzu kommt, dass die Liste der Praxisbesonderheiten länger wird, weil ab 2013 in Nordrhein ein bundeseinheitlicher Katalog von Praxisbesonderheiten gilt. Die bisherigen nordrheinischen Praxisbesonderheiten und Symbolziffern fallen weg, stattdessen erkennt die Prüfungsstelle die Praxisbesonderheit künftig aus der Kombination des Diagnoseschlüssels und dem ICD-10-Code.

Für Arzneimittel stehen in Nordrhein im nächsten Jahr insgesamt 3,42 Milliarden Euro zur Verfügung, das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent. Die Richtgrößen steigen in einigen, aber nicht in allen Fachgruppen. Bei den Urologen, Gynäkologen und fachärztlichen Internisten sinken die Richtgrößen, weil teure Zytostatika laut der KV ihren Patentschutz verloren haben und die Verordnungskosten dieser Fachgruppen gesunken sind.

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Die Arzneimittel-Vereinbarung zwischen KV und Kassen setzt weiterhin auf Quoten, um die Ausgaben zu steuern. So sollten zum Beispiel Allgemeinmediziner ihre Verordnungen wie bisher an der Generika-, der Me-too- und vier sogenannten DDD-Quoten orientieren. „Wer seine Quotenziele einhält, bleibt von der Richtgrößenprüfung befreit“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KV Nordrhein, Peter Potthoff.    hil © hil/aerzteblatt.de

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