NewsPolitikHebammen und Krankenkassen streiten weiter über adäquate Vergütung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Hebammen und Krankenkassen streiten weiter über adäquate Vergütung

Freitag, 14. Dezember 2012

Berlin –  Der Streit um die Hebammenhonorare geht weiter. Die Schiedsstelle vertagte die  Verhandlung nach Antrag der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) auf Ende Januar. Offenbar hatte die GKV die Vergütungsansprüche der Hebammenverbände bis dato nicht adäquat prüfen können und die finanziellen Belastungen sowie die Ergebnisse der IGES-Studie des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums (BMG)  erneut  angezweifelt.

Laut Deutschem Hebammenverband (DHV) liegen die Unterlagen den Schiedsstellen­mitgliedern bereits seit August vor. „Es ist uns völlig unverständlich, dass die Zeit zu einer Überprüfung nicht reichen soll“,  konstatierte Verbandspräsidentin Martina Klenk. Noch unfassbarer sei, dass die Krankenkassen bis heute nicht in der Lage gewesen seien, eigene Berechnungen zu präsentieren. Der Verband warf den Krankenkassen vor, die erforderlichen Vergütungserhöhungen für Hebammen bewusst zu verschleppen.

Anzeige

Beigelegt ist dagegen der Streit um die Erhöhung der Betriebskostenpauschale. Die neue Vereinbarung sieht vor, dass Geburtshäuser, die die Qualitätsanforderungen voll erfüllen, ab 1. Januar 2013 einen erhöhten Betrag von 707 Euro erhalten. „Wir hatten uns für die Betriebskostenpauschale ein besseres Ergebnis erhofft und sind mit dem Ergebnis deshalb nur bedingt zufrieden“, unterstrich DHV-Pressereferentin Edith Wolber gegenüber dem Ärzteblatt. Umso wichtiger sei es, dass die geforderte Vergütungs­erhöhung im Januar endlich unter Dach und Fach zu bringen. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

11. November 2020
München – Die Coronakrise verzögert die Pläne für bessere Arbeitsbedingungen in der freiberuflichen Geburtshilfe in Bayern. Zwar nimmt die Zahl der Hebammen seit Jahren zu. Doch den Personalmangel in
Mehr Hebammen in Bayern, Corona bremst Aktionsprogramm aus
25. September 2020
Berlin – Bislang stillen lediglich rund 20 Prozent der Mütter in Deutschland sechs Monate ausschließlich, so wie es die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO empfiehlt. Der Deutsche Hebammenverband schließt
Hebammenverband fordert längere Stillzeiten für Babys
23. September 2020
Berlin – Ab dem kommenden Jahr sollen 20.000 zusätzliche Pflegeassistenzstellen eingerichtet werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) vor, der heute vom
Kabinett macht Weg für Versorgungsverbesserungsgesetz frei
14. September 2020
Hannover – Die neue akademische Ausbildung für Hebammen startet in diesem Wintersemester in Oldenburg und Göttingen. Die Hochschule Osnabrück und die Medizinische Hochschule Hannover werden zum
Studium für Hebammen startet in Oldenburg und Göttingen
1. September 2020
Berlin – Der Deutsche Pflegerat kritisiert den von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) vorgelegten Referentenentwurf für ein Gesetz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und Pflege. Es
Pflegerat kritisiert Gesetzentwurf für mehr Pflegepersonal
26. August 2020
Düsseldorf – Kreißsäle, in denen Hebammen alleinverantwortlich Geburten durchführen, sind ebenso sicher wie ärztlich geleitete. Operative Eingriffe und Schmerzmittel kommen bei Frauen, die ihre Geburt
Studie: Welche Vorteile Geburten unter Hebammenleitung bieten
20. August 2020
Düsseldorf – Für die Hebammenausbildung sollen künftig 300 Studienplätze jährlich an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen (NRW) eingerichtet werden. Das beschloss die Landesregierung, wie sie gestern
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER