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Ernährungsbericht 2012: Mehr Gemüse, weniger Alkohol

Freitag, 14. Dezember 2012

Deutsche greifen immer öfter zu Gemüse © dpa

Berlin – Das Ernährungsverhalten der Bundesbürger entwickelt sich positiv, ist aber insgesamt noch immer zu schlecht.  Dies geht aus dem jüngsten Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hervor, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Während der Alkoholkonsum in den letzten Jahren gesunken ist, essen die Deutschen noch immer zu viel Fleisch.

Zwar sei der Verbrauch in den letzten Jahren konstant geblieben. Dennoch „ist unser Fleischkonsum noch immer zu hoch“, sagte DGE-Präsident Helmut Heseker. Er empfiehlt, nicht mehr als 300 bis 600 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche zu essen. Auch solle man eher zu weißem als zu rotem Fleisch greifen.

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Bürger greifen immer mehr zu Gemüse
Der Verbrauch von Butter und pflanzlichen Fetten ist dem Ernährungsbericht zufolge weiter rückläufig. Verbraucher sollten vor allem Rapsöl, Walnussöl oder Sojaöl verwen­den, da diese für Herz und Kreislauf vorteilhafte ungesättigte Fettsäuren enthalten, erklärte Heseker. Der Gemüseverzehr hat sich seit dem Jahr 2000 positiv entwickelt. Pro Kopf essen die Bundesbürger seitdem jedes Jahr 1,1 Kilogramm Grünes mehr. Der Verbrauch von Obst hingegen ist jährlich um rund 800 Gramm zurückgegangen.

Mineralwasser ist weiterhin das bevorzugte alkoholfreie  Getränk. Dennoch würden insbesondere Kinder und Jugendliche deutlich zu viele Kalorien durch Erfrischungs­getränke zu sich nehmen. Dies sei ein deutlicher Risikofaktor für Erkrankungen, warnte Heseker. Überraschend ist dagegen der leichte Rückgang an adipösen Einschulkindern. Während in den 1990er Jahren bis zum Jahr 2004 die Anzahl übergewichtiger Schulanfänger deutlich stieg, stagniert sie inzwischen oder ist in einigen Bundesländern rückläufig. Heseker vermutet, dies könne eine Folge verschiedener Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen sein: „Vielleicht sind die Menschen sensibler geworden und bremsen ihre Kinder etwas.“

"Essen auf Rädern" besser als sein Ruf
Ein Schwerpunkt des diesjährigen Berichts liegt auf der Ernährung von Seniorinnen und Senioren. Hierfür wurde die Zufriedenheit mit verschiedenen Dienstleistern von „Essen auf Rädern“ untersucht. „Die Zufriedenheit der Kunden ist sehr groß“, sagte Ulrike Arens-Azevêdo, Mitglied im wissenschaftlichen Präsidium der DGE. Auch mit der Qualität der Dienste ist sie zufrieden. Deren  Organisation sei „sehr positiv und flexibel gestaltet“. Lediglich in der Versorgung mit Salat und Rohkost gebe es Defizite: „Die meisten Mahlzeitendienste bieten zu häufig Fleisch an.“

Der Ernährungsbericht der DGE erscheint alle vier Jahre im Auftrag und mit Förderung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Er soll die Ernährungssituation sowie die Trends des Lebensmittelverbrauchs in Deutschland aufzeigen. © SK/aerzteblatt.de

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