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Uniklinik des Saarlandes kooperiert bei Hornhautspende mit Luxemburg

Montag, 17. Dezember 2012

Homburg – Die Hornhautbank der Klinik für Augenheilkunde am Universitätsklinikum des Saarlandes arbeitet eng mit dem Centre Hospitalier de Luxembourg zusammenarbeiten. Darauf hat die Klinik im Dezember hingewiesen. „Da leider im Bereich der Hornhaut­spende, wie auch im Bereich der Organspende, ein eklatanter Spendermangel herrscht, ist die Warteliste auf ein Hornhauttransplantat lang“, hieß es aus Homburg.

In Deutschland warteten rund 2.000 Patienten auf ein Transplantat, das es ermögliche, eine getrübte Hornhaut gegen ein klares Transplantat zu ersetzen. Allein auf der Warteliste der Hornhautbank Homburg stünden derzeit 177 Patienten im Alter von fünf bis 95 Jahren. Trotz permanenter Öffentlichkeitsarbeit und guter Zusammenarbeit im Klinikum gelinge es nicht, diesen Bedarf zu decken. Deshalb bemühe sich die Hornhaut­bank Homburg um Kooperationen mit externen Kliniken, um den Kreis potentieller Hornhaut­spender zu vergrößern.

Viele Luxemburger im Saarland behandelt
„Erfreulicher Weise ist 2010 das luxemburgische Ge­sund­heits­mi­nis­terium mit dem Vorschlag an unsere Hornhautbank herangetreten, sich an der Gewinnung von Spender­gewebe zu beteiligen – nicht zuletzt, da auch viele luxemburgische Patienten auf unserer Warteliste stehen oder bereits in unserer Klinik transplantiert wurden“, hieß es aus Homburg. Seither seien vier luxemburgische Klinikmitarbeiter in der Hornhautbank Homburg ausgebildet worden und nun in der Lage, selbständig Hornhautentnahmen nach den Qualitätsstandards der Hornhautbank vorzunehmen.

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„Diese länderübergreifende Freundschaft und Zusammenarbeit ist ein großer Schritt für die beiden Kliniken, vor allem jedoch für die Patienten auf der Warteliste, denn es ist das große Ziel dieser Zusammenarbeit, die Versorgung der Region mit Spenderhornhäuten zu verbessern und somit die Wartezeit der Patienten auf ein Hornhauttransplantat deutlich zu verringern“, hieß es aus Homburg.

Neben dem luxemburgischen Zentrum arbeiteten die Augenarztpraxis am St. Franziskus-Hospital Münster und Kliniken in St. Wendel und St. Ingbert mit der Hornhautbank zusammen. Die Hornhautbank hofft, dass noch weitere Häuser in der umliegenden Umgebung diesem Beispiel folgten und sich an der Gewinnung von Spenderhornhäuten beteiligen. © hil/aerzteblatt.de

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