NewsAuslandAlkohol für ein Viertel der 30.000 EU-Verkehrstoten verantwortlich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Alkohol für ein Viertel der 30.000 EU-Verkehrstoten verantwortlich

Montag, 17. Dezember 2012

Lissabon – Alkoholmissbrauch ist für rund ein Viertel der jährlich etwa 30.000 Verkehrs­toten in der Europäischen Union verantwortlich. Das geht aus einer am Freitag veröffent­lichten Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Euro­pean Monitoring Centre for Drugs and Addiction, EMCDDA) mit Sitz in Lissabon hervor. Die Studie mit dem Titel „Fahren unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol und Medika­menten“ („Driving under the Influence of Drugs, Alcohol and Medicines“, DRUID) beruht auf Untersuchungen in 13 EU-Ländern zwischen 2006 und 2011.  

Etwa 50.000 Fahrer wurden dabei stichprobenartig auf 25 psychoaktive Substanzen getestet, darunter Alkohol, Arzneimittel und illegale Drogen. Bei letzteren wurde am häufigsten Cannabis festgestellt, gefolgt von Kokain und Amphetaminen. EMCDDA-Direktor Wolfgang Götz sagte, das DRUID-Projekt gebe den politisch Verantwortlichen Hinweise zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Anzeige

In neun EU-Staaten wurden zwischen 2006 und 2010 genauer die Ursachen von Verkehrsunfällen mit Toten oder Schwerverletzten untersucht. Bei 24,4 Prozent der Verletzten und 31,7 Prozent der Getöteten war demnach Alkohol im Spiel. Die meisten Toten gab es in Portugal, die meisten Verletzten in Belgien. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #98372
Thelber
am Mittwoch, 16. Januar 2013, 22:08

Wen wundert dieses Ergebnis ?

Mich ganz sicher nicht.
Andere Drogen nehmen ebenfalls zu: Vom Arzt verordnete Medikamente (ohne und mit BtM-Pflicht), THC kannte ich als Schüler noch nicht, heute ist das überall auf jedem Schulhof zu bekommen.
LNS

Nachrichten zum Thema

13. Dezember 2019
Berlin – Die Bundes­psycho­therapeuten­kammer (BPtK) hat die Fortschritte bei der Union im Bundestag hin zu einem Tabakwerbeverbot begrüßt. Sie betonte aber zugleich, das Land habe ein Alkoholproblem.
Psychotherapeuten wollen Werbeverbot auch für Alkohol
3. Dezember 2019
Paris – In Frankreich soll es einen „Monat ohne Alkohol“ geben. Rund 20 Gesundheitsverbände riefen heute zu einem „trockenen Januar“ auf. Die Franzosen sollten nach dem intensiven Spirituosen-Konsum
„Monat ohne Alkohol“ in Frankreich geplant
27. November 2019
London – Das Narkotikum Ketamin, das wegen seiner halluzinogenen Wirkung als Partydroge beliebt ist und in den USA in „Ketamin Clinics“ zur Behandlung von refraktären Depressionen eingesetzt wird,
Einzelne Ketamin-Infusion senkt problematischen Alkoholkonsum
19. November 2019
Berlin – Über die Folgen von zu viel Alkohol muss nach Ansicht der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mehr aufgeklärt werden. „Zurücklehnen können wir uns bei Alkoholprävention
Mehr Anstrengungen für Alkoholverzicht notwendig
1. November 2019
Stuttgart – Das Trinken von Alkohol bei der Arbeit ist offenbar weit verbreitet. Das signalisiert eine Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der DEKRA. Danach kennt jeder Dritte Kollegen, die während
Alkoholkonsum bei der Arbeit laut Umfrage weit verbreitet
1. Oktober 2019
Moskau – Russland macht nach einer neuen Studie der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) Fortschritte im Kampf gegen den Alkohol. Der Konsum sei von 2003 bis 2016 um 43 Prozent zurückgegangen, teilte die
Russland macht Fortschritte im Kampf gegen Alkohol
23. September 2019
Frankfurt am Main – Ein Nahrungsergänzungsmittel darf nicht als Behandlungsmittel oder zur Vorbeugung eines Alkoholkaters beworben werden. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) in einem heute
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER