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Jeder vierte Deutsche hat Patientenverfügung abgeschlossen

Montag, 17. Dezember 2012

Gütersloh – Die Patientenverfügung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Bereits 54 Prozent der über 65jährigen haben eine solche abgeschlossen. Das berichtet die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nach einer altersrepräsentativen Umfrage. Danach hat knapp jeder vierte Deutsche eine Patientenverfügung (23 Prozent). Privatversicherte haben laut der Umfrage rund doppelt so häufig eine Patientenverfügung wie gesetzlich Versicherte. Kein Thema ist eine Patientenverfügung derzeit noch für rund die Hälfte der Bevölkerung.

Zahlreiche Verbände und Institutionen in Deutschland raten seit Jahren zu einer Patien­ten­verfügung. Sie diene der Selbstbestimmung in medizinischen Grenzsituationen, in denen Menschen ihren Willen nicht mehr selbst äußern können. Wenn Ärzte oder Pflegepersonal Patienten nicht befragen können, handeln sie nach ihrer eigener Einschätzung und Überzeugung beziehungsweise fragen den gesetzlichen Vertreter des Patienten.

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Dies ist bei volljährigen Patienten nicht automatisch ein naher Angehöriger. Der gesetz­liche Betreuer wird durch ein Gericht bestimmt. Auch wer als Angehöriger die Betreuung übernehmen möchte, muss dies beantragen. „Mit einer Vorsorgevollmacht können Menschen selbst bestimmen, wer im Falle eines Falles die rechtliche Stellvertretung für sie übernehmen soll“, informiert die Stiftung.

Klaus Kobert, hauptamtlicher Klinischer Ethiker bei den Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, rät medizinischen Laien, sich zu dem Thema beraten zu lassen. Neben Ärztekammern und Vereinen böten dies häufig auch Hausärzte an. © hil/aerzteblatt.de

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