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Politik

21 hannoversche Krankenhäuser protestieren gemeinsam

Montag, 17. Dezember 2012

Hannover – Zu einem Protestbündnis zusammengeschlossen haben sich alle 21 Krankenhäuser in Hannover. Die Kliniken in Trägerschaft des Landes, der Kommunen, der Kirche, in gemeinnütziger und privater Hand warnten gemeinsam vor einem „kollektive Kollaps“ der stationären Versorgung. Grund dafür sei die unzureichende Refinanzierung ihrer Leistungen durch Politik und Krankenkassen. „Das Gesamtminus aller Häuser wird voraussichtlich mehr als 30 Millionen Euro betragen – und für 2013 ist eine weitere Verschlechterung in Sicht“, hieß es von dem Bündnis. Die bislang hochwertige Patientenversorgung sei so nicht mehr zu gewährleisten.

In einer sogenannten „Hannoverschen Erklärung“ fordern die an der Allianz beteiligten Krankenhäuser und deren Belegschaft die Politik auf, die Kliniken wirtschaftlich zu stabilisieren. „Wir benötigen sofort politische Hilfe, um die zuverlässige Versorgung der Patienten weiter sicher zu stellen und den hoch qualifizierten Beschäftigten zufriedenstellende Arbeitsbedingungen sowie auch in Zukunft ein angemessenes Einkommen anbieten zu können“, betonen die Unterzeichner der Erklärung.

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Für das Jahr 2013 rechnen die Kliniken mit einem Anstieg der Personal- und Sachkosten in Höhe von mehr als vier Prozent. Dafür verantwortlich seien neben allgemeinen Kostensteigerungen höhere Löhne sowie steigende Energiekosten und Versicherungs­prämien. Der durchschnittliche Preis für Krankenhausleistungen könne aufgrund einer gesetzlich vorgegebenen Deckelung in 2013 aber nur um maximal zwei Prozent steigen. „Dies führt im Ergebnis zu einer weiteren erheblichen Finanzierungslücke für alle Krankenhäuser in Niedersachsen“, warnte das Bündnis.

Die Kliniken fordern mehr Geld für die Behandlung einzelnen Patienten und den Wegfall von Obergrenzen. „Behandelt ein Krankenhaus Patienten über die fest gelegte Menge hinaus, wird es ‚bestraft‘. Die ohnehin nicht auskömmliche Pauschale pro Patient wird noch einmal um 65 Prozent reduziert“, kritisierten die Kliniken. © hil/aerzteblatt.de

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