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Ärzteschaft

Chronikerprogramme: Positives Fazit nach zehn Jahren

Dienstag, 18. Dezember 2012

Düsseldorf – Ein positives Fazit der Chronikerprogramme (Disease-Management-Programme, DMP) haben die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo), die nordrheinischen Krankenkassen sowie die Krankenhausgesellschaft des Landesteils gezogen. Vor zehn Jahren startete das erste DMP für an Brustkrebs erkrankte Frauen in Nordrhein. Mittlerweile nehmen 5.472 der 6.855 nordrheinischen Hausärzte an der Versorgung innerhalb der DMP-Programme teil. Dazu kommen noch zahlreiche Fachärzte und Ärzte aus 109 Krankenhäusern.

„Der aktuelle DMP-Qualitätsbericht 2011 zeigt, dass die Einführung strukturierter Behandlungsprogramme für chronisch Kranke sinnvoll und richtig war“, sagte Bernhard Brautmeier, Vorstand der KVNo und Vorsitzender der Gemeinsamen Einrichtung DMP in Nordrhein. Die intensive Betreuung helfe vielen chronisch kranken Patienten, die nicht nur intensiv und koordiniert ärztlich betreut, sondern auch selber im Umgang mit ihrer Krankheit geschult würden.

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Inzwischen gibt es sechs strukturierte Behandlungsprogramme für chronisch Kranke mit einem Diabetes mellitus Typ 1 oder 2, einem Asthma bronchiale, einer chronischen Lungenkrankheit (COPD), einer koronaren Herzerkrankung und für Frauen mit Brustkrebs. Innerhalb der sechs Programme wurden im vergangenen Jahr 775.000 Patienten behandelt.

Die größte Gruppe der eingeschriebenen Patienten sind Diabetiker mit Diabetes mellitus Typ 2: 470.000 Menschen wurden dementsprechend betreut und behandelt. „In Nordrhein nehmen 75 Prozent der an Diabetes Typ 2 erkrankten Versicherten am DMP teil und haben dadurch eine gute Blutzuckereinstellung.

Das ist nur einer der vielen positiven Effekte, welche die Disease-Management-Programme zeigen“, sagte Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg. Ein messbarer Erfolg sei auch, dass im DMP Asthma mittlerweile rund 30 Prozent der Betroffenen keine typischen Asthma-Symptome mehr zeigten. © hil/aerzteblatt.de

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