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Viele Kinder brauchen Sprachtherapie zur Einschulung

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Berlin – Eine beträchtliche Zahl von Kindern in Deutsch­land ist bei der Einschulung auf Sprach­therapien ange­wiesen. Bei der AOK-Ver­sicherung erhielt im Jahr 2011 jeder fünfte fünfjährige Junge und jeder vierte Sechs­jährige eine Sprachtherapie, wie aus dem am Donnerstag in Berlin vorgestellten Heilmittel­bericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor­geht. Von den fünfjährigen Mädchen bekamen 13,2 Prozent eine entsprechende Behandlung, bei den sechsjährigen Mädchen lag der Anteil bei 16,8 Prozent.

„Damit wird in dieser Altersgruppe häufiger als in allen anderen eine Sprachtherapie verordnet”, erklärte der stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Von den fünf- bis neunjährigen AOK-Versicherten benötigten im Jahr 2011 gut 136.000 Kinder vorübergehend eine Sprachtherapie. Bis einschließlich 14 Jahren waren es insgesamt 191.000 Kinder. Auf sie entfielen damit 70 Prozent der gesamten Sprach­therapien bei der AOK. © afp/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #675608
Logopädie
am Mittwoch, 15. Januar 2014, 23:53

Angebot schafft Nachfrage?

Hallo karagoez2504,
da habe ich teilweise andere Erfahrungen gemacht und würde das daher nicht so pauschalisieren. Sicherlich gibt es den von Ihnen beschriebenen Fall in dem Kinder eine Sprachtherapie bekommen, obwohl die Kinder eigentlich eher Sprachunterricht brauchen würden. Je nach dem welchen Logopäden aus welchem Umfeld Sie fragen, erhalten Sie dazu aber ganz unterschiedliche Aussagen.
Ich kenne solche Fälle aber auch bei Kindern von Eltern die keine Zuwanderungsgeschichte haben. Die Ausländerdebatte erscheint mir oft nicht Zielführend zu sein. Komisch ist, dass in Regionen in denen viele Logopäden tätig sind die Zahl der Patienten oft auch höher ist. Beispiel Düsseldorf. Hier gibt es unheimlich viele Logopäden und auch noch eine Schule für Logopädie (siehe: http://rhein-main-erleben.de/Sprachtherapie-und-Logopaedie-in-Duesseldorf.html) kann es nicht auch sein, dass die vielen Logopäden auf Grund des Überangebots in der Stadt verstärkt auf Schulen, Kindergärten u.a. zugehen und das diese Angebote eine gewissen Nachfrage nach Logopädie schaffen?
Avatar #624082
karagoez2504
am Donnerstag, 25. Juli 2013, 00:16

Viele Kinder brauchen Sprachtherapie zur Einschulung

Die entsprechenden Eltern kräftig zur Kasse bitten und häusliche Hilfe durch die
Eltern erzwingen, dann hören viele unsinnige logopädischen Behandlungen
auf. Bei Migrantenkindern ist eine Sprachtherapie in meinen Augen "Nachhilfe"
zu Lasten der Krankenkasse --- die Familie spricht Zuhause nur die Heimatsprache und das Kind soll dann bei der Einschulung deutsch sprechen ---
in solchen Fällen stelle ich keine Verordnung aus, denn das ist kein Krankenkassenproblem. Sollen doch die Eltern aus eigener Tasche einen Nachhilfelehrer bezahlen. Verordnungen sollten viel kritischer unter die Lupe genommen werden und Regresse gestellt werden. Vielfach werden Verordnungs-
richtlinien schlicht und einfach mißachtet und unnötige kosten verursacht.
LNS
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