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Ärzteschaft

Keine Bereitschafts­dienstpraxis am Neubrandenburger Klinikum

Freitag, 21. Dezember 2012

Neubrandenburg/Schwerin – Die geplante Einrichtung einer Anlaufpraxis der nieder­gelassenen Ärzte am Klinikum Neubrandenburg zur Behandlung ambulanter Notfälle mit Beginn des neuen Jahres ist geplatzt. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern (KVMV) konnten sich Klinik und KV nicht über finanzielle Rahmenbedingungen einigen. Der KV zufolge hat das Klinikum unerfüllbare finanzielle Forderungen erhoben.

„Es geht um die Vergütung ambulanter Behandlungen aus der Vergangenheit“, erläu­terte Fridjof Matuszewski, zuständiges Vorstandsmitglied der KVMV. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts lasse sich die KVMV aber nicht erpressen und werde deshalb auf die überhöhten Forderungen nicht eingehen, so Matuszewski.

Nach vielen Jahren und einigen vergeblichen Versuchen auf Seiten der niederge­lassenen Ärzte war es laut Matuszewski endlich gelungen, alle Voraussetzungen für einen Start der Praxis zu schaffen. Es sei unverständlich, dass die Klinik das Scheitern offenbar bewusst in Kauf genommen habe, zumal man von dort bislang immer auf eine zunehmende Belastung durch unnötige ambulante Behandlungen verwies.

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„Ich muss davon ausgehen, dass das Klinikum gar kein Interesse daran hat, dass die niedergelassenen Ärzte die ambulanten Notfälle in einer eigenen Praxis am Klinikum behandeln, sondern dass das Klinikum die hierfür von der KVMV zu zahlende Vergütung als willkommenes Zubrot ansieht“, mutmaßte das Vorstandsmitglied.

Die KV will nun über Alternativen nachdenken. Möglich seien demnach eine Praxis im Stadtgebiet oder eine Kooperation mit dem Neustrelitzer Klinikum. „Wir werden auf jeden Fall die ambulante Notfallversorgung in Neubrandenburg und im Land verbessern“, versicherte Matuszewski.

© hil/aerzteblatt.de

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