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Politik

Gesundheits­wirtschaft schafft 2013 rund 55.000 Arbeitsplätze

Freitag, 21. Dezember 2012

Berlin – Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland wird einer Untersuchung zufolge 2013 rund 55.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Obwohl die Branche ihre Beschäftigungspläne für die nächsten Monate kürzte, steht unterm Strich noch immer ein deutlicher Stellen­aufbau, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Report Gesundheitswirtschaft des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervorgeht. Knapp jedes vierte Unternehmen der Branche will demnach zusätzliche Stellen schaffen. Jeder achte Betrieb will sich verkleinern. Insgesamt arbeiten laut DIHK derzeit 5,5 Millionen Beschäftigte in der Gesundheitswirtschaft.  

Beim Gesundheitsreport handelt es sich um eine Sonderauswertung der DIHK-Kon­junkturumfrage vom Herbst. Für diese hatte der DIHK auch gut 800 Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft befragt. Zu dem Sektor zählen beispielsweise Pharma­hersteller und -händler, Apotheken, Hersteller medizinischer Geräte, Pflegeheime oder auch soziale Dienste.

Insgesamt schaut der Gesundheitssektor „spürbar zuversichtlicher“ auf die Zukunft als die Gesamtwirtschaft, wie aus dem Bericht hervorgeht. Von der schwierigen Lage im Euroraum ließe sich der Sektor kaum verunsichern. Vor allem Gesundheits- und soziale Dienste sind demnach besonders optimistisch. „Hier schlagen strukturelle Trends wie der demografische Wandel und die zunehmende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen zu Buche“, heißt es in dem Report.    

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Pharmaindustrie mit Sorgen
Dennoch sehen sich die Betriebe auch Risiken ausgesetzt. Jedes zweite Unternehmen der Gesundheitswirtschaft bewerte „eine Verschlechterung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als gravierendes Risiko“, schreiben die Autoren des DIHK-Berichts. Besonders die Pharmaindustrie und der Gesundheitshandel hätten Sorgen. Deren Unbehagen resultiere aus Reformen wie dem 2011 in Kraft getretenen Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz - es soll die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Arzneimittel eindämmen - und einer „hohe Regulierungsdichte“ im Bereich der Pharmapreisbildung.  

Höhere Rohstoffpreise bereiteten vor allem Pharma- und Medizintechnikbetrieben Sorgen, heißt es in dem Bericht weiter. Dienstleistungssektoren wie Gesundheits- und soziale Dienste sähen sich vor allem durch drohenden Fachkräftemangel bedroht. Fast sieben von zehn Unternehmen aus dem Bereich fürchten demnach, in Zukunft nicht ausreichend ausgebildete Mitarbeiter zu finden. Insgesamt fürchtet knapp ein Drittel aller Betriebe aus der Gesundheitswirtschaft einen Mangel an Fachkräften. © afp/aerzteblatt.de

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H.-D. Falkenberg
am Samstag, 22. Dezember 2012, 15:53

Gesundheitswirtschaft schafft 2013 rund 55.000 neue Arbeitsplätze

Diese Prognosen werden sich sicherlich bewahrheiten und auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ähnlich eintreffen. Die Frage ist nur, wie diese Stellen, die z.B. in Pflegeheimen neu besetzt werden (müssen), finanziert werden. Ein Anteil geht zu Lasten der Sozialhilfe, also "linke Hosentasche, rechte Hosentasche!".
HJans-Dieter Falkenberg
falkenberg@pghc.de
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