Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Schavan: Technik kann die Pflege Älterer menschlicher machen

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Annette Schavan dpa

Berlin – Der Einsatz moderner Technik wird nach Ansicht von Bundesforschungs­ministerin Annette Schavan (CDU) die Pflege älterer und gebrechlicher Menschen künftig deutlich erleichtern. Um in einer alternden Gesellschaft pflegende Angehörige und professionelle Pflegekräfte zu entlasten, seien neue Wege notwendig, sagte Schavan. Technikeinsatz werde die Pflege „oftmals sogar menschlicher machen, da zahlreiche Routine- und Dokumentationstätigkeiten automatisch erfolgen und mehr Zeit für die persönliche Betreuung bleibt“.  

Das von Schavans Ministerium jährlich ausgerichtete Wissenschaftsjahr beschäftigt sich 2013 mit der „demografischen Chance“. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen und Diskussionen mit Wissenschaftlern und Bürgern stehe dabei die Frage, „wie wir die Rahmenbedingungen schaffen, unseren heutigen Wohlstand auch bei einer älter werdenden Bevölkerung und sinkenden Einwohnerzahl zu erhalten“, sagte Schavan. „Wir sind diesem Wandel nicht ausgeliefert, sondern können ihn gestalten und die damit verbundenen Chancen auch nutzen."    

Ältere Mitarbeiter wichtig
Die Gesundheitsforschung werde weiter dazu beitragen, „dass Menschen länger gesund leben, länger aktiv sind und länger selbständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können“, sagte Schavan. Viele Arbeitgeber hätten schon erkannt, wie wichtig ältere Mitarbeiter für den Unternehmenserfolg seien, sagte Schavan mit Blick auf Statistiken, nach denen die Zahl der Erwerbstätigen unter den 60- bis 64-Jährigen bis 2010 auf 41 Prozent gestiegen sei.  

Von technischen Fortschritten zur Gestaltung des Alters sollen nach Ansicht der Forschungsministerin auch sozial Schwache profitieren können. „Es darf nicht angehen, dass Menschen aufgrund ihrer niedrigen Renten keinen Zugang zu Innovationen in der Pflege haben“, sagte Schavan. In manchen Forschungsprojekten werde deshalb über "hybride" Finanzierungsmodelle nachgedacht, bei denen sich alle Beteiligten - wie Versicherungen, Betroffene, Pflegedienstleister und Vermieter - die Kosten teilten.    

Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium prüfe zudem, ob neuartige technische Assistenzsysteme in den Pflegehilfsmittelkatalog aufgenommen werden könnten, sagte Schavan. „Wir müssen alles daran setzen, dass auch in Zukunft eine bezahlbare und leistungsfähige Gesundheits- und Pflegeversorgung besteht." © afp/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

21.09.17
„Wir sind hin- und hergerissen zwischen Patientenversorgung und Krankenhaus­interessen“
Frankfurt am Main – Andreas Hildebrandt arbeitet seit zehn Jahren als Krankenpfleger in der Notaufnahme eines Krankenhauses in Frankfurt am Main. Im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt erzählt er,......
21.09.17
Pflegerat kritisiert „Schnellschüsse“ der SPD zur Pflegepolitik
Saarbrücken – Der Deutsche Pflegerat hat den Umgang der SPD mit dem Thema Pflege im Wahlkampf kritisiert. „Die pflegerische Versorgung ist hochkomplex und deshalb für Schnellschüsse ungeeignet“, sagte......
21.09.17
Ärzte bescheinigen 3D-Druck großes Potenzial in der Medizin
Berlin – Ärzte sehen im 3D-Druck einer Umfrage zufolge ein großes Potenzial etwa zur Herstellung von Ersatzorganen und Prothesen. Mehr als jeder vierte Mediziner (27 Prozent) geht davon aus, dass......
20.09.17
USA: Opiat-Todesfälle gefährden Anstieg der Lebenserwartung
Atlanta – Eine Verdreifachung tödlicher Opiat-Überdosierungen hat in den USA seit Anfang der 2000er-Jahre die Zunahme der Lebenserwartung begrenzt. Dies zeigen Berechnungen der Centers for Disease......
20.09.17
Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert Strukturwandel in der ambulanten Versorgung
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat von der Politik einen Strukturwandel in der ambulanten Versorgung gefordert, um auf die sich verändernden Lebensbedingungen zu reagieren.......
19.09.17
Pflege gewinnt im Wahlkampf an Bedeutung
Berlin – Wenige Tage vor der Bundestagswahl wird in Deutschland vermehrt über die Probleme in der Pflege diskutiert. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kündigte gestern für den Fall seines Wahlsiegs......
18.09.17
Merkel plädiert für bessere Bezahlung von Pflegekräften
Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt eine bessere Bezahlung von Pflegekräften an. Die derzeitige Entlohnung sei „im Hinblick auf die Belastungen, die dieser Beruf mit sich bringt, nicht......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige