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Politik

Das ändert sich im Gesundheitswesen 2013

Freitag, 28. Dezember 2012

Berlin – Auch 2013 kommen auf Ärzte und Patienten neue Gesetze und Verordnungen rund um die Kranken- und Sozialversicherungen zu.

Praxisgebühr
Neun Jahre nach Einführung der Praxisgebühr wird sie 2013 wieder abgeschafft. Die Zuzahlung von zehn Euro, die Kassenpatienten bei Arzt- und Zahnarztbesuchen sowie beim Notdienst bisher einmal im Vierteljahr entrichten mussten, entfällt zum 1. Januar 2013. Damit werden gesetzlich Versicherte um rund zwei Milliarden Euro pro Jahr entlastet.

Beitragsbemessungsgrenzen und Beitragssätze
Die Beitragssätze zur Kran­ken­ver­siche­rung betragen in Ost und West weiterhin 15,5 Prozent. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt ebenfalls einheitlich in Ost und West bei 3.937,50 Euro – das entspricht jährlich 47.250 Euro im Jahr. Diese Beitragsbemessungsgrenzen gelten auch für die Pflegeversicherung.

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Neuausrichtung der Pflegeversicherung
Ein neues Gesetz soll mehr Hilfe für Demenzkranke und Alten-Wohngemeinschaften bringen –vor allem sollen Bürger in Zukunft selbst privat versorgen. Um diese Errungenschaften zu finanzieren, steigt zum 1. Januar 2013 der Beitragssatz der gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 1,95 (2,2 bei Kinderlosen) Prozent um 0,1 Punkte auf 2,05 (2,3 bei Kinderlosen) Prozent. In den Jahren 2013 bis 2015 fließen dadurch zusätzlich 3,5 Milliarden Euro in die Pflegekassen. Mit diesen Mehreinnahmen soll die Pflegeversicherung die Leistungen für Demenzkranke finanzieren.

Unisex Tarife in der PKV
Die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) muss bis Ende 2012 ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs umgesetzt haben. Danach dürfen künftig nur noch sogenannte Unisex Tarife angeboten werden, die bei den Beiträgen keine Differenzierung nach dem Geschlecht enthalten. In der Folge dürften die Beiträge für Männer deutlich steigen, während Frauen eher entlastet werden.

Patientenrechte
2013 tritt das sogenannte Patientenrechtegesetz in Kraft. Es regelt unter anderem, dass Ärzte die Patienten künftig schriftlich über die Kosten Individueller Gesundheitsleistungen (IGeL) informieren müssen. Zudem wird nunmehr gesetzlich klargestellt, dass Patienten ein Recht haben, unverzüglich Einsicht in ihre Patientenakten zu nehmen. © hil/aerzteblatt.de

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