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Medizin

IQWiG findet Anhaltspunkt für Zusatznutzen von Axitinib bei Nierenzellkarzinom

Freitag, 4. Januar 2013

Köln – Der Wirkstoff Axitinib (Handelsname Inlyta®) zur Behandlung von Menschen mit einem fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom hat einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber dem Wirkstoff Sorafenib. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Nutzenbe­wertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Demnach ist das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen bei Axitinib geringer, so das Institut. Für den Vergleich mit Everolimus konnte das IQWiG mangels geeigneter Daten einen Zusatznutzen dagegen nicht belegen.

Für den Vergleich mit Sorafenib lag dem IQWiG eine Zulassungsstudie (AXIS-Studie) vor. In Hinblick auf die Endpunkte Gesamtüberleben, Symptomatik und gesundheitsbezogene Lebensqualität fand das Institut in dieser Studie keine statistisch signifikanten Unter­schiede in den Behandlungsergebnissen zwischen der Axitinib- und der Sorafenib-Gruppe. „Das heißt, Axitinib hat bei diesen Zielkriterien weder Vorteile noch Nachteile“, so die Wissenschaftler.

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Relevante Unterschiede gab es laut IQWiG dagegen bei den Nebenwirkungen. Hier ist das Risiko bei Axitinib teils größer, teils kleiner als bei Sorafenib. So traten Haarausfall (Alopezie), Hautausschlag und das Hand-Fuß-Syndrom bei der Einnahme von Axitinib seltener auf. Dagegen waren Stimmstörungen (Dysphonie) bei den Patienten, die Sorafenib einnahmen, seltener.

„Allerdings sind diese Ergebnisse mit mehreren Unsicherheiten behaftet“, verwiesen die Forscher. So sei etwa unklar, welche Nebenwirkungen bei den mit einem Zytokin vorbe­handelten Patienten am häufigsten vorkamen und wie stark sie ausgeprägt waren. Des­halb stufte das IQWiG sowohl die negativen als auch die positiven Effekte jeweils nicht als Hinweis, sondern als Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen beziehungsweise einen Zusatznutzen von Axitinib ein.

In der Gesamtschau fanden die Wissenschaftler einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen von Axitinib im Vergleich zu Sorafenib bei Patienten mit fortgeschrittenem metastasiertem Nierenzellkarzinom, bei denen die Behandlung mit einem Zytokin versagte. © hil/aerzteblatt.de

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