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Vermischtes

Autoabgase verursachen langfristige Schäden bei Säuglingen

Freitag, 11. Januar 2013

Hannover – Die Deutsche Lungenstiftung hat vor den gefährlichen Auswirkungen von Luftschadstoffen auf Säuglinge gewarnt. Einer aktuellen Studie zufolge reagieren Kinder generell empfindlicher als Erwachsene auf verkehrsbedingte Luftverschmutzung, Smog und Feinstaub. Besonders schädlich scheinen sich Schadstoffe dabei im ersten Lebens­jahr auszuwirken.

„In einem Alter unter einem Jahr kann eine hohe Schadstoffbelastung zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Lungenfunktion  führen, die sich auch acht Jahre später noch nachweisen lässt“, verwies Stiftungsvorsitzender Harald Morr auf die Ergebnisse einer schwedischen Studie (American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine 2012, Band 185, Seite A2476).

Diese hatte Gesundheitszustand und Allergiestatus von knapp 2.000 Kindern von Geburt an bis zum achten Lebensjahr ausgewertet und gezeigt, dass Kinder, die bereits im ersten Lebensjahr einer erhöhten verkehrsbedingten Schadstoffbelastung ausgesetzt waren, acht Jahre später deutliche Defizite in ihrer Atemfunktion aufwiesen.

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Waren die Kinder demgegenüber erst nach ihrem ersten Geburtstag großen Schadstoff­mengen ausgesetzt, hatte dies für ihre Lungenfunktion offenbar einen weniger gravieren­den Einfluss.  „Die Entwicklung der Lunge ist zum Zeitpunkt der Geburt noch längst nicht abgeschlossen –  sie braucht hierfür noch einige Jahre, wobei Atemwege und Lunge in dieser Zeit besonderen Schutz bedürfen“, erklärte Morr. Er empfahl Eltern deshalb, bei Ausflügen mit Babys und Kleinkindern verkehrsreiche Straßen weitest­gehend zu meiden und stattdessen verkehrsberuhigte, beziehungsweise autofreie Gebiete zu wählen. © hil/aerzteblatt.de

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