NewsAuslandSterbehilfe­organisation „Exit“: Rekord bei Neuan­meldungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Sterbehilfe­organisation „Exit“: Rekord bei Neuan­meldungen

Montag, 14. Januar 2013

Aarau – Die Schweizer Sterbehilfeorganisation „Exit“ hat 2012 so viele Neuanmeldungen registriert wie noch nie. Rund 7.000 Personen seien im abgelaufenen Jahr beigetreten, schreibt der Zeitungsverbund Sonntag/Mittellandzeitung. Der bisherige Höchststand aus dem Jahr 2011 lag bei 6.000.

Großen Anteil an der Entwicklung schreibt die Zeitung einer neuen Rechtslage zu. Seit Januar gilt ein überarbeitetes Erwachsenenschutzrecht. Dadurch würden Patienten­verfügungen noch wichtiger, weil Ärzte nun landesweit verpflichtet seien, aktiv nach einer solchen Verfügung zu fragen, so der Sonntag.

Bislang galten in den Schweizer Kantonen unterschiedliche Regelungen. Eine Patientenverfügung beinhaltet, wie eine Person in einer lebensbedrohlichen Situation behandelt oder auch nicht behandelt werden will, wenn sie ihren Willen selbst nicht mehr deutlich machen kann.

Anzeige

Die Sterbehilfeorganisation hat nach eigenen Angaben 65.000 Mitglieder; 60.000 Patientenverfügungen wurden erlassen. Im Gegensatz zur Organisation „Dignitas“ nimmt „Exit“ nur Menschen mit Wohnsitz in der Schweiz auf. Die Schweiz hat sehr liberale Regelungen zu begleiteter Selbsttötung. Die beiden im Kanton Zürich beheimateten Sterbeorganisationen führen die meisten der jährlich rund 500 Freitodbegleitungen in der Schweiz durch. © kna/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER