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Ärzteschaft

KV Niedersachsen fordert Transparenz bei Arzneimittelrabatten

Montag, 14. Januar 2013

Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Niedersachsen hat genauere Informa­tionen zu den tatsächlichen Preisen von Arzneimitteln gefordert. „Das bedeutet konkret, dass auch die Rabatte veröffentlicht werden müssen, die die Hersteller mit den Kranken­kassen ausgehandelt haben“, sagte Jörg Berling, stellvertretender Vorstandsvor­sitzen­der der KV.

Hintergrund ist, dass der Verband der Forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) zum 1. Februar erneut die alten Listenpreise für seine Arzneimittel für den Apothekenverkauf angeben wolle. Den mit den Krankenkassen ausgehandelten Rabatt wolle der VFA nur zusätzlich melden. „Mehrwertsteuer und Zuzahlungen der Versicherten würden sich nach viel höheren Arzneimittelpreisen richten, als sie von den Krankenkassen tatsächlich bezahlt werden“, hieß es aus der KV.

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Die KV verlangt jetzt, dass künftig der offizielle Listenpreis auch den Rabatt wider­spiegelt. „Für die Versicherten maßgeblich ist der Arzneimittelabgabepreis“, sagte Berling. Die Patienten hätten ein Anrecht darauf, zu wissen, wie viel ihre Krankenkassen für die verordneten Medikamente tatsächlich zahlen müsse. Aber auch für die Ärzteschaft sei die Geheimniskrämerei bei den Rabatten ein Ärgernis.

„Die Krankenkassen lassen Ärzte für angeblich überzogene Arzneimittelausgaben in Regress nehmen, bewahren aber über die wirklichen Preise der Arzneimittel Still­schweigen“, monierte Berling. © hil/aerzteblatt.de

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