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Politik

Bislang 25 Millionen Euro Einsparungen durch Arzneimittel-Preis­verhandlungen

Mittwoch, 16. Januar 2013

Berlin – Die gesetzlichen Krankenkassen haben bislang rund 25 Millionen Euro durch die Preisverhandlungen zwischen den Herstellern von Arzneimitteln und dem Spitzenverband Bund der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) gespart. Das berichtet die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Nach dem Arznei­mittel­markt­neuordnungs­gesetz werden seit Anfang 2011 neu zuge­lassene Arzneimittel einer frühen Nutzenbewertung unterzogen. Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss beurteilt deren Zusatznutzen gegenüber dem therapeutischen Standard. Bedeutet ein Arzneimittel eine Verbesserungen für die Patienten, vereinbart der GKV-Spitzenverband mit dem Hersteller Erstattungsbeträge, andernfalls ordnen die Kassen dem Medikament einen Festbetrag zu.

Die mit den Kassen ausgehandelten Erstattungsbeträge gelten aber laut dem Paragrafen 130b des Fünften Sozialgesetzbuches nicht sofort, sondern ab dem 13. Monat nach erstmaliger Markteinführung eines neuen Arzneimittels.

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Laut Bundesregierung hatten GKV-Spitzenverband und Hersteller bis Anfang Dezember 2012 elf Erstattungspreisverhandlungen abgeschlossen sowie eine weitere durch die Schiedsstelle entschieden. Diese ausgehandelten Erstattungsbeträge traten im Januar, April, Mai, Juli, August, September, Oktober und Dezember 2012 in Kraft. Für das Jahr 2013 erwarten die Kassen laut der Bundesregierung, „niedrige dreistellige Millionenbeträge“ einzusparen.

© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #66429
smartinus
am Donnerstag, 17. Januar 2013, 13:42

Frühe Nutzenbewertung und Rabattverträge sind zwei Paar Schuh

In dem Artikel geht es gar nicht um die Rabattverträge, sondern um Einsparungen aufgrund der 2011 erstmals eingeführten frühen Nutzenbewertung. Da es hier ja bislang überhaupt nur um 11 neue Medikamente ging, sind die Einsparungen natürlich entsprechend gering. Da aber jedes Jahr neue Medikamente hinzukommen und die Einsparungen aufgrund in den Vorjahren bereits ausgehandelten "Rabatte" ja bestehen bleiben, werden diese Einsparungen natürlich Jahr für Jahr deutlich steigen.

Sie haben dagegen die Rabattverträge angesprochen: Durch Rabattverträge werden jährlich weit mehr als 1 Milliarde Euro eingespart (2010: ca. 1,3 Mrd Euro), also doch eine ganz erhebliche Summe.
Avatar #98372
Thelber
am Mittwoch, 16. Januar 2013, 21:53

Apothekenmarkt Umsatz 26,8 Milliarden Euro ....

... entnehme ich der Meldung http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/53040.

Das Einsparvolumen bewegt sich also im Promillebereich !!!

Wenn ich da meinen täglichen Aufwand in der Praxis sehe, den wir mit diesen Rabattverträgen haben, dann schwillt mir der Kamm !!
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