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Gesund­heits­förder­ung in der Schule lohnt

Donnerstag, 17. Januar 2013

dpa

Hamburg – Schüler und Lehrer profitieren von einer strategischen Gesundheits­förderung an der Schule. Das berichten die DAK Gesundheit und die Leuphana Universität Lüneburg nach einer Studie.

Bundesweit beteiligten sich 30 Schulen mit 1.600 Lehrern, 26.000 Schülern und 52.000 Eltern. 82 Prozent der teilnehmenden Schulen konnten nach drei Jahren nachhaltige, gesundheitsfördernde Verbesserungen im Lern- und Arbeitsumfeld vorweisen.

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Zu Beginn befragten Wissenschaftler der Leuphana Universität Schüler, Eltern und Lehrer der teilnehmenden Schulen zu den Arbeits- und Lernbedingungen, zum Schulklima und zu Belastungen und Gesundheitsbeschwerden, um zentrale Schwächen und Stärken aufzudecken.

Danach legte jede Schule fest, welche Ziele sie erreichen wollte und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden sollten. Die Umsetzung der Maßnahmen oblag Projektgruppen, die sich aus Lehrern, Schülern und Eltern zusammensetzten. Um etwa den Lärmpegel im Unterricht oder auch während der Pausen zu senken, installierte eine Schule Lärmampeln, die den Lautstärkepegel sichtbar machen.

Eine andere Schule sorgte mit der Einrichtung eines Bewegungsraumes dafür, dass sich die Schüler auch bei Regen in den Pausen austoben können. Eine weitere Schule richtete zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung innerhalb des Lehrerkollegiums eine Supervisionsgruppe ein.

„Das Geheimnis guter gesunder Schulen ist, dass sie ein starkes Kollektiv sind und gemeinsam ihre Ziele verfolgen“, sagte Lutz Schumacher, einer der Projektleiter. Das scheine besonders für Schulen in sozialen Brennpunkten zu gelten, die in besonderem Maße von dem Projekt profitierten. Wenn viele Schüler an der Gestaltung ihrer Schule mitwirkten, dann verringere sich die Aggressivität der Schüler untereinander und der Schulfrust. Die Lehrergesundheit verbesserte sich vor allem an den Schulen nachweislich, in denen Lehrer stärker zusammenarbeiteten und sich mehr unterstützten.

Auf die Bedeutung der Schule wies Thomas Bodmer, Vorstandsmitglied der DAK-Gesundheit, hin. „Dort erreichen wir neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsgruppen“, sagte er.

„Gesund­heits­förder­ung hat an allen Schulen einen festen Platz, denn sie hilft, die Qualität der Schulen insgesamt zu verbessern“, sagte der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) bei der Vorstellung der Studienergebnisse.

© hil/aerzteblatt.de

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