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Ärzteschaft

5,15 Prozent mehr für die Ärzte in Nordrhein

Donnerstag, 17. Januar 2013

Düsseldorf – Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) wird 2013 in Nordrhein um 128 Millionen Euro oder 5,15 Prozent steigen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) und die Krankenkassen des Landesteils geeinigt. „Mit der realen Steigerung um 5,15 Prozent, zu der man analog zur Einigung auf Bundesebene auch noch die erwartete Mengensteigerung bei psychotherapeutischen Leistungen und die Steigerung des Orientierungspunktwertes bei Einzelleistungen außerhalb der MGV rechnen könnte, haben wir ein gutes Ergebnis erzielt“, sagte Peter Potthoff, Vorstands­vorsitzender der KV Nordrhein.

Er zeigte sich zufrieden, weil das neue Plus in der Gesamtvergütung die Benachteiligung Nordrheins bei den Mitteln für die ambulante ärztliche Versorgung zumindest zum Teil ausgleiche. Für die ambulante Versorgung der Patienten im Rheinland stünden jetzt im Schnitt pro Patient und Jahr 352 Euro zur Verfügung. „2012 lag unser Wert noch bei 334 Euro – es ist also für jeden erkennbar, dass wir einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht haben“, sagt Bernhard Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein.

Die Steigerung verteilt sich auf mehrere Bereiche und wirkt sich nicht für alle Arztgruppen in gleicher Weise aus. Grund dafür sind Vorgaben des Erweiterten Bewertungsausschusses auf Bundesebene. 23 Millionen Euro stehen in Nordrhein zur Finanzierung der Behandlung von multimorbiden Patienten mit drei und mehr chronischen Krankheiten zur Verfügung, 28,8 Millionen Euro fließen in die Grundversorgung im haus- und fachärztlichen Bereich.

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Alle niedergelassenen Ärzte profitieren von der bereits auf Bundesebene vereinbarten Steigerung des Orientierungspunktwerts um 0,9 Prozent von 3,5048 auf 3,5363 Cent, die für Nordrhein einen Honorarzuwachs von ebenfalls 23 Millionen Euro bedeutet. Hinzu kommt als zentrales Verhandlungsergebnis die Weiterentwicklung der MGV in diesem Jahr um 2,15 Prozent – das entspricht einem Betrag von 53,2 Millionen Euro.

Auch die Krankenkassen beurteilten den Abschluss positiv. „Die Verhandlungen verliefen jederzeit konstruktiv und zielführend. Das ist eine gute Grundlage, um gemeinsam an der Verbesserung der ambulanten ärztlichen Versorgung für die Menschen in Nordrhein zu arbeiten“, sagte Andreas Hustadt vom Verband der Ersatzkassen. Als „Investition in die Zukunft“ bezeichnete Günter Wältermann, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, das Ergebnis. Die höheren Aufwendungen müssten den Patienten als spürbar bessere Versorgung zugutekommen. © hil/aerzteblatt.de

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