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Medizin

Darbepoetin alfa ohne Nutzen bei Herzinsuffizienz

Freitag, 18. Januar 2013

Thousand Oaks – Die Behandlung einer Anämie mit Erythropoetin kann bei Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz die Prognose nicht verbessern. Dies kam in einer Studie des Herstellers Amgen heraus. Viele Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz leiden unter einer Anämie, die mit dem Schweregrad der Pumpschwäche zunimmt und gleichzeitig das Fortschreiten der Grunderkrankung beschleunigt.

Der Reduction of Events With Darbepoetin Alfa in Heart Failure Trial („RED-HF“) hat seit 2006 untersucht, ob die Anhebung des Hb-Wertes durch Darbepoetin alfa, eine synthe­tische Variante des Hormons Erythropoetin, die Prognose verbessern kann. An der Studie hatten 2.278 Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz vom Schweregrad NYHA II bis IV teilgenommen, bei denen der Hb-Wert auf 9 bis 12,0 g/dl abgefallen war. Die Patien­ten wurden auf eine Therapie mit Placebo oder Darbepoetin randomisiert mit dem Ziel den Hb-Wert auf einen Korridor zwischen 13,0 bis 14,5 anzuheben.

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Primärer Endpunkt war ein Composite aus Tod oder Hospitalisierung wegen einer Verschlech­terung der Herzinsuffizienz. Wie der Hersteller jetzt bekannt gibt, hat sich Darbepoetin alfa als wirkungslos erwiesen (Hazard Ratio 1,01; 95-Prozent-Konfidenz­intervall 0,90- 1,13). Neue Sicherheitsprobleme wurden nicht beobachtet, heißt es in einer Pressemitteilung des Herstellers für die Wirtschaftspresse.

Medizinische Details sollen demnächst auf einem Kongress vorgestellt werden. Die Anämie bei systolischer Herzinsuffizienz ist derzeit keine zugelassene Indikation von Erythropoetin. Ein „off-label“-Einsatz wurde jedoch von Fachkreisen für plausibel gehalten, da mit dem Hb-Wert die Sauerstoffversorgung verbessert wird. Diese Wirkung scheint jedoch klinisch nicht relevant zu sein. © rme/aerzteblatt.de

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