NewsVermischtesEthikratsmitglied bekräftigt die Position der Kirche
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Ethikratsmitglied bekräftigt die Position der Kirche

Mittwoch, 23. Januar 2013

Freiburg – In der Debatte um den Umgang mit Vergewaltigungsopfern in katholischen Krankenhäusern hat der Freiburger Moraltheologe Eberhard Schockenhoff die kirchliche Ablehnung von Abtreibung und „Pille danach“ im Grundsatz bekräftigt. Entscheidend sei die katholische Position, „wonach mit der Empfängnis das neue Leben entstanden ist und einen Anspruch auf uneingeschränkten Schutz hat“, sagte der Theologe am Mitt­woch in Freiburg. Dies sei unter den Katholiken „weithin Konsens“, daher sollte es hier keine „Neuausrichtung“ der kirchlichen Morallehre geben.

Zugleich betonte Schockenhoff, der auch dem Nationalen Ethikrat angehört, dass die „Pille danach“ bei Vergewaltigungen mit der kirchlichen Lehre vereinbar sei, wenn sie nicht die Einnistung des Embryos, sondern bereits den Eisprung verhindere. Gegen diese Wirkweise gebe es in einem solchen Fall „keine durchschlagenden moralischen Einwände“.

Anzeige

Der Theologe betonte zudem die extreme Notlage der Frau nach einer Vergewaltigung. Wenn sich die Betroffene für einen Schwangerschaftsabbruch entscheide, müsse man dies akzeptieren. „Im Grenzfall der Vergewaltigung sehe ich die Möglichkeit einer berechtigten Ausnahme, weil die Frau eine Art Notwehrrecht hat, die ihr durch Gewalt aufgezwungene Schwangerschaft zu beenden“, sagte Schockenhoff. „Die Schuld am Abbruch fällt hier auf den Vergewaltiger zurück, der dann zwei Leben auf seinem Gewissen hat.“ © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Juni 2017
Warschau – Die nationalkonservative Regierung in Polen hat den Zugang zur „Pille danach“ eingeschränkt. Präsident Andrzej Duda unterzeichnete das im Mai vom Parlament verabschiedete Gesetz, nach dem
Polen schränkt Zugang zu „Pille danach“ ein
26. September 2016
London – Eine Reihe von Medikamenten, die in der Leber den Abbau von Levonorgestrel durch das Enzym CYP 3A4 beschleunigen, kann die Effektivität der Notfallkontrazeption gefährden. Darauf macht die
CYP-3A4-Induktoren: Medikamente und Naturheilmittel gefährden Notfallkontrazeption
31. März 2016
Köln – Seit einem Jahr können Frauen die „Pille danach“ rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Die Hauptinformationsquelle bleibt aber weiterhin der Arzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des
Arzt bleibt für die „Pille danach“ Informationsquelle Nummer eins
17. November 2015
Berlin - Die Verkaufszahlen der sogenannten Pille danach sind nach dem Ende der Rezeptpflicht gestiegen, um sich nach drei Monaten auf konstantem Niveau einzupendeln. Das ergeben Zahlen der
„Pille danach“ wird nach Wegfall der Rezeptpflicht häufiger verkauft
2. Juni 2015
Waldems-Esch – Der Absatz von Notfallkontrazeptiva ist um rund ein Viertel gegenüber den absatzstärksten Monaten 2014 gestiegen, seit die sogenannte Pille danach rezeptfrei in Apotheken erhältlich
Absatz der „Pille danach“ um ein Viertel gestiegen
6. April 2015
München – Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) hat vor einem sorglosen Umgang mit der „Pille danach” gewarnt. Durch die seit März geltende Rezeptfreiheit dürfe nicht der Eindruck
Huml warnt vor sorglosen Umgang mit der „Pille danach”
16. März 2015
Berlin – Die Präparate zur Notfallkontrazeption EllaOne mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat und Pidana mit dem Wirkstoff Levonorgestrel sind ab sofort rezeptfrei in Apotheken erhältlich. Eine
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER