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Ausland

Bessere Palliativversorgung in Europa gefordert

Mittwoch, 23. Januar 2013

Brüssel – „Alte Menschen erhalten in ihrem letzten Lebensabschnitt vor dem Tod viel zu oft unnötige Untersuchungen und Behandlungen. Gleichzeitig fehlt es häufig an der effektiven Behandlung von Schmerzen, Luftnot, Depression, Müdigkeit und Schwäche.“ Das kritisierte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Ralf-Jo­achim Schulz aus Köln. Er wies auf sechs Forderungen hin, welche die European Union Geriatric Medicine Society und die European Association for Palliative Care an die europäischen Regierungen und die EU-Institutionen gerichtet haben. Die DGG unter­stützt laut Schulz diese Forderungen:

  • Die Institutionen der EU sollten eine Strategie zur Palliativversorgung vorgeben, die ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen mitberücksichtigt, und dies sollte mit höchster Priorität in die nationalen Gesundheitspläne aufgenommen werden.
  • Die Institutionen der EU sollten ältere Menschen und ihre Familien stärken und die öffentliche Wahrnehmung der Palliativversorgung in der Gesellschaft fördern.
  • Die Institutionen der EU sollten die Kooperation zwischen Geriatrie und Palliativmedizin fördern, um Synergien zu entwickeln, und sollten einen Plan zur Entwicklung von Bereichen mit gemeinsamen Interessen entwickeln.
  • Die Institutionen der EU sollten empfehlen, dass alle in der Versorgung der älteren Menschen und ihrer Familien beteiligten Mitarbeiter im Gesundheitswesen über Grundkompetenzen in der Palliativversorgung verfügen. Diese Kompetenzen sollten in die Ausbildung, als Teil der Weiterbildung und in die kontinuierliche Fortbildung integriert werden.
  • Die Institutionen der EU sollten die Möglichkeiten und die Förderung von Forschung in der Palliativversorgung verbessern. Die Einbindung der Betroffenen und der Öffentlichkeit in die Forschung sollte gefördert werden, und die Implementierung der Forschungsergebnisse in die Praxis sollte ein wesentliches Ergebnis sein.
  • Etablieren einer EU-Plattform für Austausch, Vergleich und Benchmarking der besten Praxis zwischen den Mitgliedstaaten.
© hil/aerzteblatt.de

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