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Politik

AOK-Chef erwartet erneute Debatte über Praxisgebühr

Mittwoch, 23. Januar 2013

Erfurt – Der Vorstandsvorsitzende der AOK in Thüringen und Sachsen, Rolf Steinbronn, rechnet mit einer erneuten Debatte über die Praxisgebühr oder ähnliche Instrumente: Es sei offenbar nötig, die Zahl der Arzt-Patientenkontakte zu steuern, sagte er heute in Erfurt. So klagten Ärzte wenige Wochen nach der Abschaffung der Gebühr über einen verstärkten Ansturm. Auch die Rolle des Hausarztes als zentraler Ansprechpartner werde ohne gesonderte Regelungen unterlaufen.

Zwar sei das Thema aktuell nach der einstimmigen Entscheidung des Bundestags zur Abschaffung der Gebühr vom Tisch, sagte Steinbronn. Zudem müsse die tatsächliche Entwicklung in den Praxen abgewartet werden.

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Allerdings sei nach der Bundestagswahl ein Wiederaufflammen der Diskussionen gut denkbar: „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir uns dem Thema wieder nähern werden“, sagte er. Die Zuzahlung von zehn Euro pro Quartal war erst zum Jahreswechsel abgeschafft worden. © dapd/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #661334
janwerner
am Sonntag, 27. Januar 2013, 02:51

Mythos Steuerung durch Überweisung

@Thelber: Die Realität ist doch, dass der Hausarzt als koordinierende Stelle für Facharztbesuche de facto nicht existiert. Die Regel in deutschen Hausarztpraxen bis Ende letzten Jahres war: Sprechstundenhilfe fragt Patient: "Wo möchten Sie hingehen" und druckt die gewünschten Überweisungsscheine aus. Die Situation jetzt: "Wenn Sie möchten bekommen Sie eine Überweisung, aber unseretwegen brauchen Sie das nicht, wir bekommen ohnehin selten einen Bericht vom Facharzt zurück"
Avatar #110206
kairoprax
am Freitag, 25. Januar 2013, 12:25

Gesundheit steuern wollen?


Schon der Wechsel der AOK im eigenen Leitbild, von der Krankenkasse weg zur "Gesundheits"kasse hin, hat tief blicken lassen und gezeigt, daß die AOK eher bereit ist zu Doktorlesspielen als zu einer wirklich verantwortlichen Gesundheitsversorgung.
Die Abschaffung der Praxisgebühr hat für die AOK in erster Linie zur Folge gehabt, daß ihre Hausarztverträge damit zu einer Farce geworden sind. Das Hauptargument, sich für diese Selektivverträge einzuschreiben, war, die Praxisgebühr sparen zu können. Und Selektivvertrag hieß in erster Linie Buindung an die AOK.
Es ist pervers, Arztbesuche steuern zu wollen!
Weder mit HzVerträgen noch mit Eintrittsgeldern.
Steuern heißt, in eine gewisse Richtung lenken. Was die AOK aber meint ist zurückschicken, abweisen, nicht behandeln.
es bedeutet, diejenigen, die trotzderm zum Arzt gehen mit 10 € bestrafen wollen. Es ist, so tun, als würde man sich um die Versorgung kümmern, dabei aber knausern bis zur Unerträglichkeit (Diese AOK geht mit der Pharmaindustrie Rabattgeschäfte ein und es stört sie nicht, daß dadurch eine ganze Impfsaiuson ins Wasser gesetzt wird. Diese AOK lehnt Kuren ab und behält Physiotherapierezepte ein, weil irgendwelche Kreuzchen nicht richtig gesetzt wurden.)
Diese AOK soll die Debatte bekommen, die sie heraufbeschwört - aber schonungslos!

Dr. Karlheinz Bayer, Bad Peterstal
Avatar #98372
Thelber
am Donnerstag, 24. Januar 2013, 12:21

10 € sind für den einen sehr viel Geld, für andere ein Klacks !!

Insbesondere die Mitglieder der Ersatzlkassen sehe ich oft genug nach eigenem Gutdünken eigenständig Termine bei den Fachdisziplinen mit langen Wartezeiten vereinbaren.

Wir benötigen nicht unbedingt wieder eine Praxisgebühr - ein deutliche besseres Honorar für Fachärzte, wenn der Patient einen Überweisungsschein bringt - das würde als Steuerungselement genügen .... oder umgekehrt ein schlechteres bei direktem Einlesen der VK .....
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