NewsHochschulenHochschulbildungs­report: Mehr soziale Gerechtigkeit notwendig
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Hochschulbildungs­report: Mehr soziale Gerechtigkeit notwendig

Donnerstag, 24. Januar 2013

Berlin – Das deutsche Hochschulsystem ist nicht ausreichend auf die gesellschaftlichen Umwälzungen vorbereitet. Mittelfristig sinkende Studierendenzahlen, die wachsende Vielfältigkeit der Bildungsbiografien und der steigende Weiterbildungsbedarf stellen die deutsche Hochschullandschaft vor neue Herausforderungen. Das ist eines der Ergeb­nisse des ersten Hochschulbildungsreports, den der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und die Unternehmensberatung McKinsey & Company vorgestellt haben.

Der Report soll künftig jedes Jahr die Situation in den Hochschulen anhand von 70 Indikatoren analysieren, Veränderungen und Trends aufzeigen, messbare Ziele für das Jahr 2020 formulieren und Empfehlungen geben, wie diese zu erreichen sind.

„Eine der größten Herausforderungen des Hochschulbildungssystems besteht darin, mehr Jugendliche mit Migrationshintergrund und mehr Nichtakademikerkinder zum Studienerfolg zu führen. Wir müssen Herkunft und Bildungschancen entkoppeln“, sagte Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes. Das sei nicht nur gerecht, sondern auch notwendig, „denn wir können es uns nicht länger leisten, soviel Talent brachliegen zu lassen und so viel Potenzial zu verschwenden“, so Schlüter.

Anzeige

Jürgen Schröder, Direktor von McKinsey Deutschland, wies auf die positiven Ansätze im Hochschulsystem hin: „Es gibt immer mehr Studierende ohne Abitur, immer mehr Weiter­bildungsstudierende, immer mehr Fernstudierende. Das ist eine gute Entwicklung”, sagte er. Er warnte, das derzeitige Studierenden-Hoch sollte nicht über die langfristigen Auswir­kungen des Geburtenrückgangs hinwegtäuschen.

Für den Hochschulbildungsreport haben Stifterverband und McKinsey gemeinsam mit Experten aus Hochschulen, Unternehmen und der Wissenschaft sechs Handlungsfelder identifiziert, die den analytischen Rahmen des Berichtes bilden: Chancengerechte Bildung, beruflich-akademische Bildung, quartäre Bildung, internationale Bildung, Lehrerbildung und die sogenannte MINT-Bildung, also die Bildung in den naturwissen­schaftlichen und technischen Fächern. In jedem dieser Handlungsfelder betrachtet der Report die relevantesten Indikatoren.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER