NewsHochschulenPromotions­studierende untersuchen Auswirkungen des Trekkings
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Promotions­studierende untersuchen Auswirkungen des Trekkings

Freitag, 25. Januar 2013

Trekking an der Annapurna Gebirgskette im Himalaya Gebirge dpa

Aachen – Wie sozialmedizinische Feldforschung in abgelegenen Gebieten zu organi­sieren ist, lernen Promotionsstudierende in dem Projekt „Aachen Dental and Medical Expedition“ (ADEMED). Initiator ist Thomas Küpper vom Institut für Arbeitsmedizin und Sozialmedizin der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

Rund 400.000 Touristen aus Mitteleuropa nehmen laut Küpper jährlich an einer Trekking­reise in Europa, Südamerika, Nordafrika oder Asien teil. Damit gehöre Trekking zu einer der beliebtesten Freizeitsportarten. Viele der Abenteurer seien aber nicht ausreichend auf eine Unternehmung in mehreren tausend Meter Höhe vorbereitet. Das betrifft vor allem das Sicherheitsmanagement und die Erste-Hilfe-Kenntnisse, aber auch die zahnmedizinische Vorsorge.

Anzeige

Im Himalaya-Gebiet forschen die Doktoranden auf 5.550 Meter Höhe. Die Studierenden untersuchen zum Beispiel die Trinkwasserhygiene der Reisenden, ihre Vorerkrankungen, die Reiseapotheke und den Konsum leistungssteigernder Mittel.

Eines der größten Probleme ist die Höhenkrankheit. „Wir beobachten immer wieder, dass Personen zu schnell zu hoch steigen“, so Küpper. Treten Beeinträchtigungen auf, wüssten Bergführer oft nicht, wie sie Erste Hilfe leisten könnten. „Die Kurse im Rahmen der Führerscheinprüfung sind nicht auf jede Situation übertragbar“, erläutert Küpper.

Daher erarbeitet das Institut in Aachen ein modulares Erste-Hilfe-System für die Disziplinen des Alpinsports, welches zielgruppengerecht übertragen werden kann. Es wird aus einem Basismodul bestehen und einem jeweils disziplinspezifischen Aufbaumodul.

„Präventivmedizinisch beratende Ärzte werden wichtiger in einer zunehmend mobilen, aktiven, aber auch älteren Gesellschaft, die immer häufiger zu sehr abgelegenen Zielen reist“, hieß es aus dem Institut. Aus diesem Grund sei ADEMED mittlerweile ein fester Baustein in der medizinischen Lehre und Forschung der RWTH. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER