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Ärzteschaft

Hartmannbund warnt vor Augenwischerei bei Bürgerversicherung

Freitag, 25. Januar 2013

Berlin – Der Hartmannbund (HB) hat sich gegen eine Bürgerversicherung ausge­sprochen. Sie sei und bleibe ein untaugliches Modell zur Finanzierung des Gesundheits­systems, sagte HB-Vorsitzender Klaus Reinhardt.

„Die sogenannte Bürgerversicherung löst kein einziges Problem unseres Gesundheits­systems und ist mitnichten die versprochene Antwort auf die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft“, so der HB-Vorsitzende. Immer mehr erforderliche Leistungen müssten auch künftig weiter von immer weniger Beitragszahlern finanziert werden, Vorsorge gegen künftige Ausgabensteigerungen sei nicht vorgesehen.

Reinhardt: „Ganz im Gegenteil wird durch die Zerschlagung der privaten Kranken­versicherung mit ihren Rückstellungen für steigende Beiträge im Alter das System zusätzlich geschwächt.“

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Der Verbandschef machte deutlich, dass die Bürgerversicherung nicht nur keines der anstehenden Probleme löse, sondern außerdem das freiheitliche Gesundheitswesen in Deutschland ganz grundsätzlich infrage stelle. „Wer eine Einheitsversicherung will, der stellt auch die Weichen für eine Einheitsversorgung auf niedrigem Niveau“, erklärte Reinhardt. Freie Arztwahl und Therapiefreiheit seien damit künftig ebenso infrage gestellt. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #115027
Zeuys
am Samstag, 16. März 2013, 15:53

Bürgerversicherung

dr.med.thomas.g.schaetzler@: Hier http://file2.npage.de/012547/57/html/ansicht.htm finden Sie eine wahre Reform die dem begriff Reform auch verdient und die wahre Akthöre in der Gesundheitsversorgung, ausgenommen die Bürokraten und Funktionäre, zufrieden stellen kann, weil dieses Alternativkonzept für die Finanzierung des Gesundheitswesens beseitigt den parasitären KK-Dschungel samt der Bürokraten und Funktionären mit ihren Paragrafendschungel aus der Gesundheitsversorgung und setzt Abermilliarden zusätzlich für die Gesundheitsversorgung frei und das wichtigste dabei ist, mit auflösen der KK wird die Systemrelevanz in der Finanzierung des Gesundheitswesens aufgehoben. Mit der Fummelei Drumherum um das KK –System lößt man keine Probleme sondern schafft welche, die Bürgerversicherung ist keine Lösung, weil die bestehende Strukturen und die Systemrelevanz der KK die ihre Sichtweise der Gemeinschaft aufzwingen bleiben erhalten, das einzige was die Bürgerversicherung bewirkt, es wird noch teurer, wie man aus Erfahrung weiß alleine mit mehr Geld löst man keine Probleme, wenn das gesamte System selbst faul ist, so gesehen mit der Bürgerversicherung besorgt die SPD für das parasitäre K -Kassensystem ein neues Kleid mehr ist es nicht. Mag sein das dabei die Funktionäre besser ausschauen, aber an der Sache ändert es rein gar nix, nicht so die Individuelle Private Gesundheitsversicherung, das ist eine Revolution in der Gesundheitsversorgung zu grünsten der eigentlichen Akthören in der Gesundheitsversorgung.
zeuys
Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Sonntag, 27. Januar 2013, 15:55

Augenreiben beim Hartmannbund (HB)

Statt Augenwischerei zu beklagen, sollte der Hartmannbund-Vorstand bei der Analyse des Wettbewerbs der GKV- und PKV-Systeme erst mal selbst mit Augenreiben für klare Sicht sorgen. Denn wenn das bisherige, bis zur Beitragsbemessungsgrenze einkommensabhängige Umlageverfahren der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) im Gesundheitsfonds und bei den Krankenkassen Ende 2012 einen Überschuss von 24 Milliarden € erreicht hat, ist gerade damit "die versprochene Antwort auf die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft“ gegeben. Da hätte Herr Kollege Dr. med. Klaus Reinhardt eigentlich nur regelmäßig Tageszeitungen lesen müssen.

Was die Privaten Kranken­versicherungen (PKV) angeht, reichen deren "Alters-Rückstellungen" nie aus. Das gesamte PKV-System ist nichts anderes als eine verkappte Umlagekasse mit einem Kapitalstock und folgt mehrheitlich den Kapitalverwertungsinteressen seiner Aktionäre und Anteilseigner. Dies belegen:
• massive Prämienerhöhungen über die Lebensspanne der PKV-Versicherten
• z.T. geschlossene Tarife ohne Neu-Zuwachs durch junge, gesunde Versicherte
• überhöhte Alterstarife bei Rentnern und Pensionären
• generelle Prämiensteigerungen bei jetzt verpflichtenden Unisex-Tarifen
• Leistungsausschlüsse gegenüber GKV-Versicherungsstandards
• bilanzgesteuerte Genehmigung von Prämienerhöhungen durch die BaFin.
PKV-Unternehmen versichern gar nicht mehr auf e i g e n e s, unternehmerisches Risiko die Krankheitsrisiken ihrer Versicherungsnehmer, sondern wälzen steigende Kosten über Prämienerhöhungen auf ihre Kunden ab. Beim selbst von der schwarz-gelben Koalition misstrauisch beäugten PKV-Verband hat lediglich die Debeka-Versicherung die Zeichen der Zeit erkannt: Weitgehend vollständige Übernahme des GKV-Leistungskatalogs und transparente Geschäftspolitik.

Wer wie der HB-Vorsitzende die "Einheitsversicherung" fürchtet, braucht nur in den rückwärts gerichteten Einheitschor der PKV-Verbandsmehrheit einzustimmen und die Einheits-"Gesundheitsprämie" des Alt-Sozialexperten Prof. Bert Rürup mit 200- 250 € Monatsprämie für A l l e zu beschwören. Wovon das dann Jugendliche, Auszubildende, Geringverdiener und Minijobber bezahlen sollen? Die grandiose Umverteilung von unten nach oben ist sofort erkennbar, wenn Menschen mit 1.000 € Monatseinkommen 20 bis 25 % davon alleine für ihre Kran­ken­ver­siche­rung bezahlen sollen, während bei 10.000 € pro Monat Gutverdiener mit 2 bis 2,5 Prozent ihre Krankheitsrisiken mit "Peanuts" absichern.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM
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