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Ärzteschaft

KVen empfehlen Vorratshaltung für Medikamente

Dienstag, 29. Januar 2013

Berlin – Eine nationale Arzneimittelreserve hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) zusammen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) der Länder gefordert. „Lieferschwierigkeiten bei Arzneimitteln dürfen die Versorgung der Patienten nicht gefähr­den. Um die Bevölkerung optimal versorgen zu können, sind die Ärzte darauf angewiesen, dass der Impfstoff oder das Medikament ihrer Wahl auch für die Behand­lung zur Verfügung stehen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Köhler. Anlass für die Forderung sind wiederholte Engpässe bei Grippeimpfstoffen und Medika­menten für besonders schwere Erkrankungen wie Krebs.

Den Vorschlag zu der Vorratshaltung hatte der Vorstandsvorsitzende der KV Baden-Württemberg, Norbert Metke, ins Spiel gebracht. Er betonte, eine Vorratshaltung notwendiger Medikamente in Deutschland sei wichtig, da viele Pharmaunternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagert hätten. Der Staat dürfe sich dadurch nicht erpressbar machen. Auch würden Wirkstoffe häufig nur noch an einem Ort und von einem Unterneh­men produziert sowie Lagerhaltung aus Kostengründen abgebaut – ein einziger Produktions­ausfall hätte somit weitreichende Folgen.

„Die KBV unterstützt das Vorhaben der KV-Vorstände und wird es in die politischen Gespräche mit einbringen“, sagte Köhler. Jetzt gehe es darum, die Details einer solchen Reserve ausarbeiten.

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Auch die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft hatte in der Vergangenheit auf Lieferengpässe hingewiesen. Sie schlug vor, zumindest ein Register einzurichten, in dem festgehalten wird, welcher Wirkstoff wie lange nicht lieferbar sei und welche Alternativen es gebe. © hil/aerzteblatt.de

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