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Behinderten­beauftragter fordert mehr Hilfen für Contergan-Opfer

Dienstag, 29. Januar 2013

Berlin – Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (CDU), hat sich für eine Aufstockung der Mittel für Contergan-Opfer starkgemacht. „Die Contergan-Geschädigten können nicht länger auf zusätzliche Hilfen warten“, sagte Hüppe der Zeitung Die Welt vom Dienstag.

„Diese zusätzliche Unterstützung muss auf jeden Fall noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden“, forderte er. Zur Begründung verwies Hüppe auf einen Forschungs­bericht der Universität Heidelberg, worin im Auftrag des Bundestags der wachsende medizinische und finanzielle Bedarf der rund 2.400 in Deutschland noch lebenden Contergan-Geschädigten beschrieben wird.

Die Contergan-Katastrophe: Die trügerische Sicherheit der „harten“ Daten

Eine bundesweite Erhebung Mitte 1958 ließ auf keine Zunahme der Anzahl fehlgebildeter Kinder schließen. Erste Contergan-Folgen wurden deshalb in ihrer Bedeutung zunächst nicht erkannt. Mit der Einführung des rezeptfreien Beruhigungsmittels Thalidomid (Contergan) am 1. Oktober 1957 nahm die folgenschwerste Arzneimittelkatastrophe des 20. Jahrhunderts ihren Lauf ..

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Nach der Markteinführung 1957 hatten Tausende schwangere Frauen das als ungefährlich angepriesene Schlafmittel Contergan geschluckt und Kinder mit Fehlbildungen geboren. Weltweit gibt es rund 10.000 Opfer. © dapd/aerzteblatt.de

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