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Apothekerin drohen bis zu 15 Jahre Haft wegen Betrugs

Mittwoch, 30. Januar 2013

Halle – Wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 75 Fällen und sieben Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz muss sich eine Apothekerin ab morgen vor dem Landgericht Halle verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen der 74-Jährigen, die in Halle eine Apotheke betreibt, bis zu 15 Jahren Haft, wie das Landgericht heute mitteilte.

Der Frau wird vorgeworfen, zwischen Januar 2003 und Juli 2007 nicht zugelassene Arzneimittel aus dem Ausland beschafft zu haben, um individuell für Patienten Medikamente zusammenzustellen.

So sparte die Frau laut Anklage bei den Substanzen mehr als 200.000 Euro gegenüber den Preisen, die in Deutschland für zugelassene Arzneimittel üblich gewesen wären. Für die daraus hergestellten Medikamente erhielt sie von den Kran­ken­ver­siche­rungen rund 1,5 Millionen Euro.

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Dieses Geld hätte sie nach Auffassung der Anklage nicht bekommen, wenn die Krankenkassen von den nicht zugelassenen Arzneimitteln gewusst hätten. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage angesetzt. © dapd/aerzteblatt.de

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