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Ausland

Mali: Hilfsorganisationen kritisieren Westerwelle

Mittwoch, 30. Januar 2013

Berlin – Zwei medizinische Hilfsorganisationen haben Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) Missbrauch der humanitären Hilfe vorgeworfen. Die Organisationen Ärzte ohne Grenzen und Ärzte der Welt kritisierten, Westerwelle vermische in seinen Äußerungen zur deutschen Unterstützung für Mali immer wieder militärische und humanitäre Aufgaben, schrieben die beiden Organisationen in einem offenem Brief an den Minister. Das Auswärtige Amt wies die Vorwürfe am Mittwoch „entschieden“ zurück.

Die Hilfsorganisationen warnten in ihrem Brief an Westerwelle nach eigenen Angaben, durch seine Äußerungen entstehe die Gefahr, dass ihre Mitarbeiter als Teil einer Militärintervention gesehen und „zur Zielscheibe“ würden. Der Außenminister bringe zudem die Menschen, denen sie beistünden, in Gefahr, erklärten Ärzte ohne Grenzen und Ärzte der Welt weiter. Die Organisationen warfen dem Außenminister vor, er benutze „das Ansehen der humanitären Hilfe, um eine militärische Intervention unter Beteiligung der Bundesregierung politisch annehmbarer zu machen“.  

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Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin wies die Vorwürfe zurück. Bei der humanitären Hilfe der Bundesregierung gälten „selbstverständlich die bewährten Grundsätze der Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität“, sagte sie in Berlin. Das gelte auch für die Hilfe der Bundesregierung für die notleidenden Menschen im westafrikanischen Mali. © afp/dapd/aerzteblatt.de

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