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Weltkrebstag: Experten unterstreichen Bedeutung der Prävention

Freitag, 1. Februar 2013

Berlin/Hannover/Köln –Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar haben Wissen­schaftler und Ärzte erneut auf die hohe Bedeutung der Prävention hingewiesen.  „Krebs ist eine Alterskrankheit. Der demografische Wandel wirkt sich auf die Zahl der Krebsneu­erkrankungen daher ganz besonders aus“, betonte Otmar Wiestler, Vorstandsvor­sitzender des Deutschen Krebsforschungszentrums. Dementsprechend gelte es, die Krebsprävention zu intensivieren und Behandlungsverfahren für ältere Patienten anzupassen.

Neben der Krebsfrüherkennung kommt dabei vor allem der Primärprävention großes Gewicht zu. „So kann die Entstehung vieler Krebse allein durch einen gesunden Lebensstil bis zu 60 Prozent verhindert werden. Dazu gehören Bewegung, gesunde Ernährung, das Nichtrauchen und Zurückhaltung beim Alkoholkonsum“, betonte Thomas Suermann, Präventionsbeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen.

Nach wie vor sei Lungen- und Bronchialkrebs mit bundesweit knapp 43.000 Fällen die häufigste Krebsart mit Todesfolge, gefolgt von Brustkrebs mit rund 17.500 Todesfällen. An dritter und vierter Stelle der Statistik standen Krebserkrankungen des Dickdarms und der Bauchspeicheldrüse.

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„Viele Menschen wissen, dass Rauchen zu Lungenkrebs führen kann. Weniger bekannt ist aber, dass der Zigarettenkonsum auch das Risiko für eine Reihe weiterer Krebsarten erhöht, wie zum Beispiel Speiseröhrenkrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Bauchspeichel­drüsenkrebs oder Blasenkrebs“, warnte Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). So habe eine britische Studie gezeigt, dass 23 Prozent aller Krebserkrankungen bei Männern und 15 Prozent der Krebserkrankungen bei Frauen auf das Rauchen zurückzuführen seien.

Neben dem Rauchen ist laut BzGA regelmäßiger Alkoholkonsum ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung von Tumoren. Besonders betroffen seien Mund und Rachenraum,  Speiseröhre sowie die weibliche Brust. Das internationale Krebsforschungszentrum (IARC) zählt Alkohol daher zu den zehn wichtigsten gesundheitlichen Risikofaktoren unabhängig davon, ob als Bier, Wein oder Spirituosen konsumiert.

Angesichts der zunehmenden Fälle von Leberzellkrebs rät auch die Deutsche Leber­stiftung zu regelmäßiger Vorsorge: „Mit einer frühzeitigen Diagnose von chronischen Lebererkrankungen, die zum Leberzellkrebs führen, und gezielter Therapie muss es nicht soweit kommen“, so Stiftungsvorstand Michael Manns. Je früher eine Leberer­krankung erkannt werde, desto höher seien die Chancen auf vollständige Heilung. Umso wichtiger sei es, regelmäßig seine Leberwerte testen zu lassen. © hil/aerzteblatt.de

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