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Meldewesen für Infektions­krankheiten wird beschleunigt

Montag, 4. Februar 2013

Berlin – Das Robert Koch-Institut soll künftig schneller über die Lage bei Infektions­krankheiten informiert werden. Das sieht ein entsprechendes Regelwerk vor, das der Vermittlungsausschuss letzte Woche beschlossen hat.

Danach müssen Kliniken, Praxen und Labore meldepflichtige Erkrankungen innerhalb von 24 Stunden an das Gesundheitsamt weitergeben. Diese geben die Meldungen an Landesstellen weiter. Innerhalb von drei Tagen soll das RKI sie künftig erhalten und auswerten können.

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„Das ist in jedem Fall eine echte Verbesserung“, kommentierte das RKI die neuen Regeln gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Es wies daraufhin, dass die RKI-Daten­bank „SurvStat“ Ärzten, Wissenschaftlern und anderen Interessierten die Möglichkeit bietet, einen vereinfachten Datenbestand der nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtigen Krankheitsfälle und Erregernachweise individuell abzufragen und nach eigenem Bedarf Tabellen und Graphiken zu erstellen.

„Bislang waren die Daten hier immer rund drei Wochen alt“, erläuterte die Presse­sprecherin des RKI, Susanne Glasmacher, dem Deutschen Ärzteblatt, künftig sei zu hoffen, dass die Daten hier noch aktueller würden.

Das Regelwerk mit den neuen Meldefristen muss aber vorher noch einmal den Bundestag passieren. Dies werde voraussichtlich ungefähr zwei Wochen dauern, hieß es aus parlamentarischen Kreisen. © hil/aerzteblatt.de

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