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Mehr als ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland Folge von Krebs

Montag, 4. Februar 2013

Wiesbaden – Gut ein Viertel aller Todesfälle in Deutschland sind inzwischen auf Krebs­erkrankungen zurückzuführen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag zum Weltkrebstag in Wiesbaden mitteilte, erlagen im Jahr 2011 etwa 26 Prozent aller gut 852.000 in Deutschland verstorbenen Menschen einem Krebsleiden. Damit sei Krebs nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiter zweithäufigste Todesursache, jedoch sei der Anteil an allen Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren um fast 25 Prozent gestiegen. Im selben Zeitraum ging der Anteil der Herz-Kreislauf-Erkrankungen demnach fast genauso stark zurück. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) rief die Menschen dazu auf, Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel zu vermeiden.

Die bei Männern häufigste Krebsart mit Todesfolge waren den Angaben zufolge mit 32 Prozent Erkrankungen der Verdauungsorgane. An zweiter Stelle lagen demnach Lungen- und Bronchialkrebs mit 26 Prozent. Bei den Frauen dominierten laut Statistik ebenfalls Krebserkrankungen der Verdauungsorgane mit 30 Prozent.

An zweiter Stelle lagen demnach Brustkrebserkrankungen mit einem Anteil von knapp 18 Prozent. Das Alter an Krebs gestorbener Menschen habe sich in den vergangenen 30 Jahren insgesamt um 3,1 Jahre auf 73 Jahre erhöht. Männer wurden demnach durchschnittlich 72,1 Jahre, Frauen 74 Jahre alt.

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Etwa ein Drittel bis ein Viertel sämtlicher Todesfälle durch Krebs seien nach Schätzungen auf Tabakkonsum zurückzuführen, betonte Bahr am Montag im SWR. Dem Rauchen komme als vermeidbarem persönlichen Risikofaktor daher größte Bedeutung zu. Auch Übergewicht und Bewegungsmangel würden als Risikofaktoren gesehen. Insgesamt seien die eindeutigen Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und Krebs aber noch unbekannt und müssten weiter erforscht werden, betonte er.

Auch Früherkennung sei wichtig. Studien hätten gezeigt, dass eine rechtzeitige Entdeckung und Behandlung bei Darm- und Gebärmutterhalskrebs einen Effekt habe. © afp/aerzteblatt.de

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