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Leipzig: Intensivmediziner berichten von schweren Verläufen bei Grippe

Montag, 4. Februar 2013

Leipzig – Von besonders schwierigen Verläufen bei Grippepatienten berichten Intensiv­mediziner am Universitätsklinikum Leipzig (UKL). „Wir haben seit Dezember deutlich mehr schwere Grippefälle“, sagt Sven Laudi, Oberarzt auf der UKL-Intensiv­station. Bereits drei Patienten kamen in den vergangenen Tagen und Wochen mit schwersten Verlaufsformen der Grippe und dadurch ausgelöstem Lungenversagen in die Klinik. In der vergangenen Grippesaison gab es dagegen keinen einzigen solchen Fall in Leipzig. Die Intensiv­mediziner griffen in drei Fällen auf ein künstliches Lungenersatz­verfahren zurück, die sogenannte extrakorporale Membranoxygenierung.

Insgesamt verzeichnet das UKL schon jetzt mehr Fälle als im gesamten Vorjahr. Auch deshalb sei eine Impfung selbst jetzt noch sinnvoll, betonen die Ärzte. Laut dem aktuellen Influenza-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom vergangenen Mittwoch breitet sich die Grippe in Deutschland weiter aus. Demnach stieg die Zahl der Neuan­steckungen bundesweit auf mehr als 1.700.

„Das ist ein hoher Wert“, sagte eine Instituts-Sprecherin. Dennoch handele es sich aber nicht um eine außergewöhnliche Grippewelle. Im Januar 2011 habe die Quote bundesweit ähnlich hoch gelegen. © hil/aerzteblatt.de

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