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Politik

Neue Qualitätsstandards für Schulessen in Berlin

Dienstag, 5. Februar 2013

dpa

Berlin/Hamburg – Das Essen in den Berliner Schulen soll gesünder werden. Dazu hat der Berliner Senat heute den Entwurf des „Gesetzes über die Qualitätsverbesserung des Schulmittagessens“ auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf sieht die Qualitäts­standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) als Mindestanforderung eines einheitlichen berlinweit gültigen Ausschreibungsverfahrens verbindlich vor.

Die Ausschreibung soll demnach für jede Schule einzeln erfolgen. Dabei soll ein Festpreis von 3,25 Euro pro Schulmittagessen zugrunde liegen. Damit stünden einer Empfehlung der Krankenkasse AOK folgend künftig zusätzlich rund 1,25 Euro für eine bessere Essensversorgung zur Verfügung. Insgesamt plant das Land Berlin, rund 19 Millionen Euro jährlich für das schulische Mittagessen zu zahlen. Das entspräche einer Steigerung von rund neun Millionen Euro. Der Gesetzentwurf wird nun vor dem Beschluss im Senat dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme unterbreitet.

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Scheeres sieht Paradigmenwechsel
Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sieht in den neuen Regeln einen „Paradigmen­wechsel”. Während es bisher einen Preis-Wettbewerb gegeben habe, bei dem der günstigste Anbieter den Zuschlag erhielt, stehe jetzt die Qualität im Mittelpunkt. Als einziges Bundesland werde Berlin einheitliche Standards für das Essen festlegen, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientieren. Dazu gehöre der Anteil von Fleisch, Obst oder Gemüse. Die Lieferung müsse europaweit ausgeschrieben werden, allerdings sei das Angebot saisonaler Produkte festgeschrieben.

Jugendliche ernähren sich gesund
Von guten Ernährungsgewohnheiten bei Jugendlichen berichtet unterdessen die Krankenkasse DAK. Nach einer Befragung von 2.156 norddeutschen Schülern essen diese regelmäßig Gesundes und deutlich weniger Süßigkeiten als oft befürchtet. 46 Prozent der Befragten essen jeden Tag Obst und 34 Prozent Gemüse, aber nur 14 Prozent täglich Süßigkeiten.

Mehr als die Hälfte der befragten Schüler (55 Prozent) löschen täglich ihren Durst mit Mineralwasser und 34 Prozent trinken Milch. Limo oder Cola sind bei vielen Jugendlichen eher die Ausnahme. Nur knapp zehn Prozent der Schüler greifen täglich danach. © hil/aerzteblatt.de

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