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Politik

Kommunale Krankenhäuser: Arbeitgeber bieten zwei Prozent

Mittwoch, 6. Februar 2013

Düsseldorf – Bei den Tarifverhandlungen für die gut 50.000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) am Dienstag ein Angebot vorgelegt. Wie VKA-Verhandlungsführer Joachim Finklenburg mitteilte, bieten die Krankenhäuser Steigerungen der Gehälter und der Bereitschaftsdienstzahlungen um jeweils zwei Prozent an. Der Marburger Bund lehnte das Angebot umgehend ab.

Mit ihrem Angebot gehe die VKA „bereits an die Schmerzgrenze", erklärte Finklenburg. Die Grundgehälter lägen damit bei 3.921 Euro für Berufsanfänger, bei 6.212 Euro für durchschnittliche Fachärzte und 8.170 Euro für Chefarzt-Stellvertreter.

Bei der Arbeitszeit und den Bereitschaftsdiensten soll es nach Angaben von VKA-Haupt­geschäftsführer Manfred Hoffmann keine zusätzlichen Neuregelungen geben. Die vom Marburger Bund geforderten Regelungen für Amtsärzte sind demnach ebenfalls nicht Gegenstand des Angebots. „Dies muss separaten Verhandlungen der kommunalen Verwaltungen überlassen werden und hat mit der Krankenhaus-Tarifrunde nichts zu tun”, erklärte Hoffmann.

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Der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Rolf Lübke, erklärte, auf dieser Grundlage werde es zu keiner Einigung kommen. Die Arbeitgeber böten faktisch eine Gehaltssteigerung „von gerade einmal 1,7 Prozent” an, bezogen auf ein Jahr, und wollten den Ärzten darüber hinaus einen Urlaubstag streichen. „Das ist schon in hohem Maße ignorant". Die Arbeitgeber müssten ihr Angebot „massiv überarbeiten", forderte Lübke.

Der Marburger Bund (MB) fordert in den anstehenden Tarifverhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), dass die Gehälter der rund 51.000 Ärztinnen und Ärzte in kommunalen Krankenhäusern linear um sechs Prozent steigen. Zudem Verbesserungen bei der wöchentlichen Höchstarbeitszeitgrenze und den Bereitschaftsdiensten. © afp/aerzteblatt.de

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