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Politik

Null Toleranz gegenüber weiblicher Genitalverstümmelung gefordert

Mittwoch, 6. Februar 2013

Berlin/Frankfurt am Main – Anlässlich des heutigen Internationalen Tags gegen Genital­verstümmelung bei Frauen hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) ein Ende der „erschreckenden Praktiken“ gefordert. Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien, die in Deutschland als Körperverletzung gilt, zerstört die sexuelle Empfindsamkeit und kann zu dauerhaften Schäden führen. 

„Die betroffenen Mädchen und Frauen erleiden unvorstellbare Qualen und körperliche, aber auch seelische Verletzungen“, betonte die parlamentarische Staatssekretärin Ulrike Flach (FDP). Umso wichtiger sei es, dass sie auf verständnisvolle, sensible Ärzte treffen, die mit den Folgen von weiblicher Genitalver­stümmelung vertraut seien.

Schätzungen zufolge sind weltweit 140 Millionen Mädchen und Frauen Opfer der weib­lichen Genitalverstümmelung, besonders viele davon in West- und Nordostafrika. Ange­sichts der politischen Entwicklung in Ägypten hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte vor einem drohenden Rückschritt im Kampf gegen die blutige Praxis gewarnt.

So habe Ägyptens Präsident Mohamed Mursi in einem Fernsehinterview Anfang Januar die bisher in Ägypten verbotene Genitalverstümmelung de facto wieder freigegeben. In Oberägypten würden Muslimbrüder und verbündete ultra-fundamentalistischen Salafis­ten die Verstümmelung von Frauen und Mädchen offen propagieren und mit mobilen Arztgruppen unentgeltliche Verstümmelungen vor Ort anbieten. Nach verschiedenen Schätzungen sind zwischen 91 und 97 Prozent aller Frauen und Mädchen ab 15 Jahren in Ägypten „beschnitten".

Die Bundes­ärzte­kammer hat bereits 2005 Empfehlungen zum Umgang mit Patientinnen nach weiblicher Genitalverstümmelung herausgegeben, die vom BMG in die englische und französische Sprache übersetzt und verbreitet wurden. © hil/aerzteblatt.de

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U.Hehl
am Sonntag, 10. März 2013, 13:44

Grausam und Frauenfeindlich!!!!

Gehört verboten und muss hart bestraft werden. Wir leben in 2013 und nicht 300 vor Christi!!!
doc2011
am Freitag, 8. Februar 2013, 08:30

Tier

Was unterscheidet den Mensch vom Tier?
Gehirn?
Bei der Beschneidung jeglicher Art muß dies wohl eher bezweifelt werden!!!!!
Armer Mensch , der derartige Rituale braucht!
Kein Arzt darf sich für so einen Schwachsinn hergeben!
kschlensog
am Donnerstag, 7. Februar 2013, 16:36

'religiöse Freiheit'

Diese Diskussion entbehrt ja nicht einer ordentlichen Portion Sarkasmus (sowie Sexismus: von wegen "Durchhaltevermögen" etc. bei Grigori Rasputin), aber ich stimme Adolar in der Hinsicht zu, dass bei der Beschneidungsdebatte vor einigen Monaten ja tatsächlich in erster Linie mit der 'Religionsfreiheit' und dem Respekt vor 'jahrtausende-alten Traditionen' argumentiert wurde, um nicht wirklich auf die Frage der nicht eingewilligten Körperverletzung eingehen zu müssen - was den Betreffenden offenbar zu schwierig gewesen wäre. (Vielleicht sahen sie selbst, dass es dagegen eigentlich keine tragfähigen Argumente gibt?)

Und vor diesem Hintergrund wird/würde es wohl tatsächlich eher schwierig, eventuellen Befürwortern der 'weiblichen Beschneidung' zu erklären, warum sie denn nun die falsche Religion oder Tradition haben - auch wenn diese ebenso alt ist wie die der Befürworter der männlichen Beschneidung (die gemäß Grundgesetz natürlich weiterhin nicht eingewilligte Körperverletzung und ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des betreffenden Kindes bleibt).
Grigori Rasputin
am Donnerstag, 7. Februar 2013, 10:07

Künstliche Erregung?!

Hallo!!!??? Beim Mann ist das ja wohl eine gänzlich andere Geschichte. Wo sind hier aus medizinischer Sichtweise körperliche Beeinträchtigungen zu befürchten??? Im Gegenteil, Bechneidungen können sogar sexuelle Vorteile bieten, bzw. längeres Durchhaltevermägen... Frauen leiden ein Leben lang an den Folgen. Permanente Schmerzen, Scham, hier kommen auch gewollte sexuelle Kontakte im übertragenen Sinne einer Vergewaltigung gleich! Im Übrigen, welche Möglichkeit hat eine Frau in Afrika sich eine Interessengruppe zu suchen, oder einfach mal einer anderen Religion beizutreten? Tut sie dies = Steinigung! Selbst Hierzulande ist dies kaum möglch, wie einige Ehrenmord Angelegenheiten und Zwangsehen trotz der Gefahr rechtlicher Sanktionen zeigen! Hier besteht nur eine Konsequenz. DIe weltweite Ächtung von Beschneidung der Frauen!
Adolar
am Mittwoch, 6. Februar 2013, 20:33

Künstliche Erregung

Da das genau so unsinnig ist wie beim Mann, und dieses neuerdings per Gesetz erlaubt ist, kann man es doch bei Frauen nicht verbieten, oder? Die Damen sollen sich daher eine passende Religion und eine entsprechend mächtige Interessensgruppe suchen.

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