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Schlaganfall-Hilfe warnt vor Fehldiagnosen über Karneval

Donnerstag, 7. Februar 2013

Gütersloh – Nicht alle Probleme über die Karnevalstage sind alkoholbedingt. Vor entsprechenden Fehldiagnosen warnt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Alkohol birgt die Gefahr, andere Diagnosen zu verschleiern. Man ist immer geneigt, sich von der Umgebungssituation beeinflussen zu lassen“, so Andreas Bohn aus Münster. Er ist Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Ärztlicher Leiter Rettungsdienst und Beauftragter für den Schlaganfall.

Bei Großereignissen wie dem Karneval sensibilisiert er das Rettungspersonal beson­ders, sich den klaren Blick auf die Symptome zu bewahren. Ärzte sollten körperliche Ausfälle nicht zu schnell auf Alkoholkonsum schieben. Bewährte Screening Verfahren wie der so genannte FAST-Test bei Schlaganfall-Verdacht funktionierten auch bei alkoholisierten Patienten.

Statistiken dazu gibt es laut der Stiftung bisher nicht, doch viele Rettungs- und Intensiv­mediziner könnten von Fällen berichten, in denen die richtige Diagnose zu spät gestellt wurde, teilweise mit tragischen Konsequenzen. Dabei geschähen die meisten Fehler vermutlich schon zu Hause.

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Lallende Sprache, mangelnde Kontrolle der Gliedmaßen oder Schwindel würden nach Alkoholgenuss eher als Kollateralschäden, nicht aber als Symptome eines Schlaganfalls betrachtet. „Nun schlaf dich erst mal aus“, kann da unter Umständen der schlechteste Rat sein, hieß es aus der Stiftung. © hil/aerzteblatt.de

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