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MHH setzt auf minimal-invasiven Eingriff bei Speiseröhren-Krebs

Freitag, 8. Februar 2013

Hannover – Einen Speiseröhrenkrebs laparoskopisch und thorakoskopisch zu operieren empfehlen Chirurgen der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Die chirurgische Entfernung des Tumors und der Lymphknoten sollte in jedem Falle angestrebt werden. Denn nur so lässt sich die Prognose des Patienten deutlich verbessern“, erläutert Nikos Emmanouilidis, Chirurg an der MHH-Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantations­chirurgie. Die beste Aussicht, den Krebs zu überleben bestehe, wenn zusätzlich zu einer Vorbehandlung durch Bestrahlung und/oder Chemotherapie der Tumor am Ende möglichst komplett chirurgisch entfernt werde.

Die Vorteile des minimal-invasiven Eingriffs betont Jürgen Klempnauer, Direktor der MHH-Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie: „Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren bei Speiseröhrenkrebs ergibt sich dadurch für die Patienten eine wesentlich angenehmere, schmerzfreiere und kürzere Behandlung ihrer Erkrankung“, so der Chirurg.

Während der minimalinvasiven OP entfernt der Chirurg zunächst die Speiseröhre mit dem Tumor und die umliegenden Lymphknoten. Anschließend spaltet er den Magen und bildet aus einem Teil dieses Organs eine Ersatzspeiseröhre. Diese zieht er in den Brustraum hoch und schließt sie an den oberen Speiseröhrenstumpf an. Für den Eingriff sind in der Regel fünf bis sechs kleine Öffnungen im Bauch- und Brustraum nötig, um die Operationsinstrumente einzuführen.

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Dazu kommt eine etwas größere Öffnung zwischen den Rippen, durch die der Chirurg die Speiseröhre entfernt. „Weder die Bauch- noch die Rumpfmuskulatur werden durchtrennt und auch die bei dem herkömmlichen Verfahren oft auftretenden Brüche und Ausrenkungen der Rippen entfallen“, so Emmanouilidis. Unter onkologischem Aspekt sei die minimalinvasive Operation der offenen Operation „absolut ebenbürtig“. © hil/aerzteblatt.de

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