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Neue Hornhautbank an der Augenklinik des Universitäts­klinikums Würzburg

Montag, 11. Februar 2013

augenhornhaut-dpa

Würzburg – Eine bessere Versorgung mit Hornhauttransplantaten soll die neustruk­turierte sogenannte Lions-Hornhautbank an der Augenklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) Patienten ermöglichen. Sie wurde großenteils vom Lions Club Würzburg-West finanziert.

„Mit deutschlandweit jährlich etwa 6.000 Operationen ist die Hornhauttransplantation die häufigste und erfolgreichste Transplantation in der Humanmedizin“, sagte der Direktor der Universitäts-Augenklinik Würzburg, Franz Grehn.

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Seit dem Inkrafttreten des Gewebegesetzes im August 2007 fällt die Augenhornhaut unter das Arzneimittelgesetz. Seither sind alle deutschen Hornhautbanken verpflichtet, Standards in der personellen und technischen Ausstattung, in der Qualitätssicherung und der Dokumentation einzuhalten.

„Anfang Dezember 2012 erhielten wir von der zuständigen Landesbehörde, der Zen­tralen Arzneimittelüberwachung Bayern, die Herstellungserlaubnis und sind nun auch von unseren Räumen her startklar“, erläuterte Karsten Kasper, der Leiter der Lions-Hornhautbank am UKW.

Die Hornhautbank nimmt in der Universitäts-Augenklinik an der Josef-Schneider-Straße zwei benachbarte Räume ein. Neben einem Büro ist dies ein sogenannter Reinraum mit einer sterilen Sicherheitswerkbank, Mikroskop und zwei Brutschränken zur Lagerung der Transplantate.

Deutschlandweit reicht das Angebot an gespendeten Hornhäuten nicht aus, um den Bedarf zu decken. Um möglichst vielen Kranken schnell helfen zu können, arbeitet die Würzburger Lions-Hornhautbank eng mit der Deutschen Gesellschaft für Gewebe­trans­plantation (DGFG) zusammen. Sie ist ein Netzwerk deutscher Kliniken, Gewebebanken und transplantierender Einrichtungen. Die Wartezeit auf ein Hornhauttransplantat ist in den vergangenen Jahren im Netzwerk der DGFG deutlich gesunken.

„Wir können inzwischen die Hälfte der bei uns gelisteten Patienten innerhalb von drei Monaten versorgen“, sagte der DGFG-Geschäftsführer Martin Börgel. Vorher mussten Patienten ein halbes Jahr und länger auf eine neue Hornhaut warten. Die DGFG koordiniert gemeinsam mit der Universitäts-Augenklinik die Gewebespende in Würzburg. Die Spenderzahlen steigen seitdem kontinuierlich an.

„Für unsere Patienten bringt diese Struktur aus klinikumseigener Hornhautbank, kombiniert mit den Kapazitäten des DGFG-Netzwerks eine schnellstmögliche Versorgung mit qualitätsgesicherten Transplantaten und eine Behandlung immer auf der Höhe der Zeit“, so Kasper. © hil/aerzteblatt.de

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