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Telemedizinische CT-Auswertung qualitativ hochwertig

Mittwoch, 13. Februar 2013

dpa

Dresden – Geschulte Neurologen können auch von einem anderen Ort aus in guter Qualität CT-Bilder von akuten Schlaganfallpatienten beurteilen. Das berichten Wissenschaftler des Dresdner Universitäts-Schlaganfall-Centrums (DUSC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in der Fachzeitschrift Neurology.

Neuroradiologen des DUSC haben für die Studie CT-Bilder von mehr als 500 Patienten nachbeurteilt, die akut telemedizinisch untersucht wurden. Die Übereinstimmung zwischen der Bildinterpretation durch den jeweils beim Akutfall diensthabenden Neuro­logen und den Ergebnissen der Nachbeurteilung durch die Experten war gut: Obwohl bei acht Prozent aller Patienten Unterschiede in der Bewertung festgestellt wurden, waren diese bei weniger als zwei Prozent klinisch relevant. „In keinem Fall hatte der abweich­ende Befund Auswirkungen auf den Verlauf des Schlaganfalls“, berichten die Forscher.

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Das DUSC berät seit 2007 Ärzte der Region bei der Akutversorgung von Schlaganfall­patienten im Schlaganfall-Ostsachsen-Netzwerk (SOS-NET). Speziell ausgebildete Neurologen des Universitätsklinikums untersuchen Schlaganfallpatienten in teilneh­menden Krankenhäusern über eine Videokamera und beurteilen teleradiologisch CTs des Gehirns. Anschließend geben sie eine Empfehlung zur Therapie.

Die Autoren der Studie betonen jedoch, dass diese Ergebnisse nicht pauschal übertragbar sind. Ziel in allen telemedizinischen Netzwerken zur Akutversorgung von Schlaganfallpatienten müsse sein, ausschließlich erfahrene Spezialisten in Behandlung und Therapieentscheidung einzubeziehen.

Das DUSC wurde im vergangenen Jahr zu 718 telemedizinischen Untersuchungen hinzugezogen. In 154 Fällen wurde eine Thrombolyse empfohlen. Mit der Quote von 21,5 Prozent erreichen die am SOS-NET beteiligten Krankenhäusern eine Rate, wie sie laut DUSC in der Regel nur Stroke Units aufweisen können. „Damit erfüllt das Schlaganfallnetzwerk seinen Anspruch, auch in einer ländlich geprägten Region eine umfassende, den medizinischen Leitlinien entsprechende Versorgung sicherzustellen, ohne das dazu jedes Krankenhaus rund um die Uhr einen spezialisierten Neurologen oder gar eine Stroke Unit vorhalten muss“, hieß es aus Dresden. © hil/aerzteblatt.de

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